Zur Gedenkfeier am Volkstrauertag trafen sich am Samstagabend die Fahnenabordnungen der Vereine am neuen Marktplatz zum Kirchenzug. Angeführt von der Fichtelgebirgskapelle Ebnath unter Leitung von Johannes Prechtl marschierte Bürgermeister Wolfgang Söllner mit den Gemeinderäten sowie Vereinen zur Pfarrkirche Sankt Ägidius. Den von Pfarrer Anish George zelebrierten Gottesdienst gestaltete der Kirchenchor unter Leitung von Alexander Hecht musikalisch.
Anschließend bewegte sich der Trauerzug, angeführt von der Fichtelgebirgskapelle, zum Kriegerdenkmal. Nachdem Gemeinde sowie Krieger- und Soldatenkameradschaft (KSK) Kränze niedergelegt hatten, wurde der Toten und Vermissten der Weltkriege gedacht. "Dass der Friede, den wir jahrzehntelang in Europa gewohnt waren, sehr zerbrechlich ist, zeigt aktuell der Angriffskrieg Russlands gegen sein Nachbarland Ukraine", erklärte Bürgermeister Wolfgang Söllner in seiner Rede. "Wir sollten immer in Erinnerung behalten, dass der Friede in Europa für uns alle schützenswert ist." Tausende Menschen seien auf der Flucht, einige davon fanden in Ebnath Schutz. Söllner dankte allen Ebnathern, die unverschuldet in Not geratenen Familien aus der Ukraine Hilfe und Unterstützung anbieten, den Fahnenabordnungen der Vereine, der KSK Ebnath, der Feuerwehr sowie den Bürgern, die sich um das Ehrenmal kümmern. KSK-Vorsitzender Manfred Riedl erinnerte an das viele Leid in den Weltkriegen und zog einen Vergleich zu den derzeitigen Kämpfen in der Ukraine. "Die historische Verantwortung Deutschlands besteht darin, nie wieder gleichgültig gegenüber den Opfern von Krieg und Gewalt zu sein. Deshalb soll der Ukraine unsere uneingeschränkte Solidarität gelten." Riedl dankte Bürgermeister Wolfgang Söllner und den Gemeinderäten, den Fahnenabordnungen, den Gläubigen, Pfarrer Anish George mit seinem Kirchenchor sowie der Feuerwehr für die Absperrung und der Fichtelgebirgskapelle für die musikalische Umrahmung. Während das Lied vom "guten Kameraden" erklang, senkten sich die Fahnen.
Zuvor hatten auch die Grünlaser ihren Volkstrauertag begangen. Sie waren mit der Fichtelgebirgskapelle Ebnath zum Kriegerdenkmal gezogen. Bürgermeister Wolfgang Söllner für die Gemeinde sowie Michael Sticht für die Dorfgemeinschaft Grünlas legten Kränze nieder. Im Gebet wurde der gefallenen und vermissten Grünlaser gedacht.















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