08.03.2020 - 16:39 Uhr
EbnathOberpfalz

"Offen und ehrlich" weitermachen

Die "effektive und bürgerfreundliche Arbeit im Ebnather Rathaus" will Bürgermeister Manfred Kratzer auch die nächsten sechs Jahre fortsetzen: Dafür und für eine starke SPD-Fraktion warb der Bürgermeister im Schützenhaus.

Bürgermeister Manfred Kratzer warb bei der SPD-Wahlversammlung um erneutes Vertrauen bei den Kommunalwahlen - und sparte nicht mit Kritik an den anderen Gruppierungen in Ebnath.
von Holger Stiegler (STG)Profil

Kratzer erinnerte daran, dass er 2014 mit dem Slogan „offen und ehrlich“ angetreten sei. Das habe er bisher gemacht und ziehe es auch weiter durch. In den vergangenen sechs Jahren habe er sich stets am Motto orientiert „Schöne Worte sind nicht immer wahr, wahre Worte sind nicht immer schön!“ Im Folgenden gab Kratzer einen Abriss dessen, was in den vergangenen knapp sechs Jahren in der Kommune passiert sei, aber auch darüber, was am Widerstand der Gemeinderäte von CSU und AWE gescheitert sei.

Erreicht wurde in der Kommune nach Aussage Kratzers sehr viel: So nannte er unter anderem die Unterstützung der Feuerwehr mit einem neuen HLF 20, den neuen Internetauftritt der Gemeinde, den Beginn einer attraktiven Marktplatzgestaltung, die Gründung der Helfergruppe „Wir für Ebnath“, die Einführung der Gemeinde-Infobroschüre „Zwerglblatt“ („Kommt bei den Leuten gut an!“), die Umgestaltung der Turnhalle zu einer allgemeinen nutzbaren Veranstaltungsstätte, die Sanierung des Bauhofs („Der Zustand war eine Schande“) und die Reduzierung der Pro-Kopf-Verschuldung um etwa 40 Prozent. Ständiges Thema in den vergangenen sechs Jahren waren Kanal und Straßen. So habe man Kanalbefahrungen endlich nachgeholt, die überfällig gewesen seien. „Diese wurden 1994 letztmals gemacht, obwohl sie alle zehn Jahre vorgeschrieben sind“, stellte Kratzer fest. Nun sei man zumindest in der Situation, dass man die Schwachstellen kenne. Als weitere Themen streifte der Bürgermeister auch den Beginn der Sanierung der Fichtelnaabtal-Schule, das Kinderhaus und die Sanierungen am Friedhof.

Leider nicht gelungen sei es, so Kratzer mit Blick auf Widerstände von CSU und AWE im Gemeinderat, verschiedene Projekte anzugehen und umzusetzen: eine moderne, barrierefreie Arztpraxis zur langfristigen ärztlichen Versorgung der Ebnather, barrierefreie Wohnungen für Seniorinnen und Senioren, Räume für Ebnather Vereine und die Schaffung eines Gemeindearchivs. Auch bereits genehmigte Fördergelder in Millionenhöhe hätten nicht in nachhaltige Projekte umgesetzt werden. „In meiner Bürgermeisterzeit musste ich leider feststellen, dass manche Entscheidungen aus dem Kreis von CSU und AWE in vielen Fällen schlecht für die Allgemeinheit war“, sagte Kratzer. Dies dürfe es in der Zukunft nicht mehr geben, Parteipolitik habe in einem Gemeinderat nichts zu suchen. Hier sei viel gelaufen, worüber er nur den Kopf schütteln könne.

Dem intensiven Rückblick schloss sich auch ein Blick in die Zukunft mit den Zielen an: So gelte es, die Marktplatzgestaltung fertigzustellen, Vereinsräume und ein Jugendzentrum zu schaffen sowie beim Thema „Betreutes Wohnen“ Kontakte mit möglichen Investoren aufzubauen. Werben müsse man auch für einen Ausbau der geschäftlichen Infrastruktur. „Wenn ich Arbeitsplätze nach Ebnath bekomme, dann kann ich auch den Grund für Gewerbe günstiger hergeben“, betonte Kratzer. Eindringlich plädierte der Bürgermeister auch dafür, sich mit dem Thema Jugendparlament zu befassen. „So gelingt es, Jugendliche ans politische Denken heranzuführen“, zeigte sich Kratzer überzeugt. Kommunalpolitik ist und bleibe eine spannende Angelegenheit. Abschließend stellte Kratzer den Zuhörern das Team der SPD-Liste vor.

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