03.03.2020 - 17:12 Uhr
EbnathOberpfalz

Trio mit großen Ambitionen

Nicht nur in Erbendorf wird ein spannendes Rennen dreier Kandidaten um den Chefsessel im Rathaus erwartet. Auch in Ebnath werden drei Hüte in den Ring geworfen. Der optimistische Amtsinhaber tritt gegen zwei motivierte Herausforderer an.

Manfred Kratzer (SPD)

Alle drei Bewerber setzen auf Sieg, nicht auf Platz. Ist ein "Abräumer" dabei oder müssen sich die Ebnather auf eine Stichwahl einstellen? Wir haben die drei Bewerber gebeten, für unsere Leser ihre Wahlziele noch einmal knapp auf den Punkt zu bringen.

Manfred Kratzer (SPD)

Der amtierende Bürgermeister ("66 Jahre jung") will es noch einmal wissen. Die Bilanz der ablaufenden Wahlperiode aus seiner Sicht: Sechs erfolgreiche, aber wegen der für ihn ungünstigen Mehrheitsverhältnisse im Gemeinderat anstrengende Amtsjahre. Sein Fokus ist auf die Verbesserung der Lebensverhältnisse in Ebnath gerichtet. So will er sich für die Sicherstellung der ärztlichen Versorgung, für ein betreutes Wohnen eine Verbesserung des öffentlichen Personen-Nahverkehrs und darüber hinaus für eine Förderung des Tourismus' nachhaltig einsetzen.

Auch in dieser Hinsicht will Manfred Kratzer neue und stärkere Akzente setzen und mit seiner ganzen Kraft auf eine Modernisierung Ebnaths hinwirken.

"Das Wohl der Bürger liegt mir sehr am Herzen", betont Manfred Kratzer. "Ich habe "für jeden Mitbürger ein offenes Ohr und eine offene Rathaustür". Darüber hinaus will er sich "mit einer starken Mannschaft der Geldverschwendung und dem Lobbyismus entgegen stellen".

Wolfgang Söllner (CSU)

Wolfgang Söllner (CSU)

Der 36-Jährige sieht sich aufgrund seines Berufs als Amtstierarzt an der Regierung von Oberfranken als bestens mit den behördlichen Abläufen vertraut. Der CSU-Ortsvorsitzende möchte in enger Zusammenarbeit mit den heimischen Hausärzten und umliegenden Gemeinden die ärztliche Nahversorgung langfristig sichern. Auch die Sanierung des Naturschwimmbads Selingau sowie dessen Anbindung an den Radweg sind ihm ein Anliegen.

Bereits beschlossene Vorhaben in der Gemeinde müssen laut Söllner zügig umgesetzt werden, so zum Beispiel die Neugestaltung des Marktplatzes. Investitionen im Straßen- und Kanalbereich will der CSU-Kandidat mit viel Einsatz angehen. "Kluge Investitionen sollen wieder Stabilisierungshilfen für die Gemeinde ermöglichen." Eines der Ziele sei, wieder ein gutes und vertrauensvolles Miteinander im Ort zu schaffen. Dies habe er mit einem fairen Wahlkampf vorgelebt. "Mit Zusammenhalt geht es für Ebnath in die Zukunft."

Bernd Kuhbandner (AWE)

Bernd Kuhbandner (AWE)

Mit dem Neubau eines Feuerwehrgerätehauses will der 62-jährige Sprecher der Aktiven Wähler Ebnath punkten. Der Bauhof soll in das Rathaus verlegt werden. Die Anbindung von Grünlas, Hermannsreuth und Selingau durch Schaffung von Fuß- und Radwegen müsse vorangetrieben werden. Die Erhöhung der Vereinszuschüsse und die Abschaffung der Grundgebührenpauschale für die Abwasseranlage sollen kommen.

"Ich möchte Familien- und Zuzugsförderung durch Ausweisung und Bereitstellen eines Baugebietes für Tiny Houses kreieren." Der Erhalt der ärztlichen Grundversorgung steht bei Kuhbandner vorne auf der Agenda. Schnelle Instandsetzung von Straßen und Kanälen ebenso, "solange es noch die jetzigen Fördermittel der Staatsregierung gibt, damit die Anlieger finanziell entlastet sind". Einen Mentalitätswechsel will der AWE-Kandidat im Rathaus erreichen, "damit die Mehrheit unserer Bürgerinnen und Bürger endlich wieder zu den Entscheidungen und Zukunftsplanungen ihres Gemeinderates steht und diese auch unterstützt". Der Bürgermeister solle im Übrigen Diener aller Bürger sein.

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