Ebnath
03.05.2019 - 21:42 Uhr

Wolfgang Söllner steigt für die CSU in den Ring

Wolfgang Söllner will Bürgermeister von Ebnath werden. In der Nominierungsversammlung am Freitagabend im Gasthof Krone bekam der CSU-Ortsvorsitzende einen Vertrauensvorschuss von 100 Prozent von den 39 anwesenden Mitgliedern.

Blumen für den Kandidaten: Frauen-Union-Vorsitzende Petra Becher (links), CSU-Kreisvorsitzender Tobias Reiß (rechts) und JU-Vorsitzende Antonia Ritter wünschen Wolfgang Söllner viel Schwung und Elan im Bürgermeisterwahlkampf. Bild: exb
Blumen für den Kandidaten: Frauen-Union-Vorsitzende Petra Becher (links), CSU-Kreisvorsitzender Tobias Reiß (rechts) und JU-Vorsitzende Antonia Ritter wünschen Wolfgang Söllner viel Schwung und Elan im Bürgermeisterwahlkampf.

Der 35-jährige ledige Tierarzt bewirbt sich bei den Kommunalwahlen am 15. März 2020 um den Chefsessel im Rathaus.Der stellvertretende CSU-Ortsvorsitzende Michael Sticht hatte Söllner nach einstimmigem Votum des Vorstands für die Kandidatur vorgeschlagen. "Das ist ein starkes Signal, dass die Ebnather CSU mit diesem Vertrauen ihren Bürgermeisterkandidaten aussendet", sagte Landtagsabgeordneter Tobias Reiß, der zu den ersten Gratulanten gehörte.

Verantwortung tragen

In seiner Nominierungsrede ging Söllner darauf ein, welche Eignungen er für das Bürgermeisteramt mitbringe: "Als stellvertretender Fachgebietsleiter hatte ich bereits zu meiner Zeit im Veterinäramt in Forchheim sehr schnell auch Personalverantwortung. In einem Landkreis verantwortlich zu sein für Tier- und Verbraucherschutz, ist nicht immer spannungsfrei. Als junger Amtstierarzt bin ich relativ schnell ins kalte Wasser geworfen worden und musste in der Stellvertreterposition auch die eine oder andere knifflige Entscheidung treffen. Ich habe dabei gelernt, wie man mit Konflikten umgeht und am Ende zu vernünftigen Lösungen gelangt. Die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Abteilungen im Landratsamt hat mir gezeigt, wie wichtig eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit ist", so der CSU-Bewerber.

Seine berufsbegleitende Ausbildung zum höheren Dienst als Beamter zielte neben den Fachthemen im Tiermedizinbereich vor allem auch auf Bereiche der öffentlichen Verwaltung. "Ich bin, nicht zuletzt auch seit meiner Arbeit bei der Regierung von Oberfranken, gut vernetzt mit Mitarbeitern verschiedener Behördenebenen, sowohl auf Gemeinde, als auch auf Ministeriumsebene.

Weiter führte Wolfgang Söllner aus: "Ich habe in meinem Beruf gelernt, Entscheidungen zu treffen und auch mal öffentlichen Druck auszuhalten. Vor allem habe ich aber gelernt, dass eine gute Zusammenarbeit viel mehr vollbringen kann, als wenn man als Einzelkämpfer nur auf sich selber fixiert ist." Wichtig sei die Fähigkeit, verschiedene Strömungen zusammenzuführen." Söllner betont, dass er als Beamter die Möglichkeit habe, das Bürgermeisteramt genauso wie aktuell in der Gemeinde im Ehrenamt auszuüben. Dass der Begriff "Ehrenamt" nicht ganz zutrifft, müsse den Bürgern offen gesagt werden. Die Aufwandsentschädigung für einen ehrenamtlichen Bürgermeister sei, auch zurecht, nicht gerade gering. Im Gegenzug will Söllner seine Arbeitszeit in Bayreuth stark reduzieren, das berufliche Netzwerk aber dennoch nicht ganz aus den Augen verlieren.

Große Investitionen

Laut Söllner stehen der Gemeinde in den nächsten zehn Jahren riesige Investitionen bevor. Vor allem der massive Investitionsstau im Straßen- und Kanalbereich müsse endlich angegangen werden. Ein großes Anliegen sei ihm auch, im Bereich der Sanierung des Naturschwimmbads "Selingau" voranzukommen.

Söllner betonte, dass er einen respektvollen Umgang mit möglichen Mitbewerbern um das Amt des Bürgermeisters pflegen werde: "Es geht nicht um Einzelpersonen, sondern um Ebnath." Und es gebe viel zu tun. "Packen wir es an", schloss Söllner seine Ausführungen.

"Die CSU kann stolz sein auf diesen Kandidaten, der mit seiner fachlichen und vor allem seiner menschlichen Qualität die Herzen der Ebnather gewinnen wird", kommentierte der Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Tobias Reiß.

Zur Person:

Ein Ebnather

Wolfgang Söllner wurde am 28. September 1983 geboren. Seine Kinder- und Jugendzeit verbrachte er in seiner Heimatgemeinde Ebnath. Nachdem er hier den Kindergarten und die Grundschule besucht hatte, wechselte an das Gymnasium nach Wunsiedel, das er 2003 mit dem Abitur abschloss. Danach zog er zum Studium der Tiermedizin nach München, wo er das Staatsexamen absolvierte und 2010 die Approbation als Tierarzt erhielt. Die Promotion schloss sich bis 2012 an der Uniklinik in München an. 2012 begann seine fünfjährige Tätigkeit als Tierarzt am Landratsamt Forchheim. Hier hatte er am Ende das Amt des stellvertretenden Fachgebietsleiters inne. Die Befähigung zum Höheren Dienst als Lebenszeitbeamter schloss sich 2016 an. Im Mai 2017 wechselte er zur Regierung von Oberfranken in Bayreuth. Sowohl in seiner Forchheimer Zeit als auch jetzt an der Regierung von Oberfranken war bzw. ist er zusätzlich Mitglied der „Führungsgruppe Katastrophenschutz“. Im Februar 2019 wurde er zudem für fünf Jahre zum ehrenamtlichen Richter am Bayerischen Obersten Landesgericht berufen. Wolfgang Söllner ist in einer Vielzahl von Ebnather Vereinen Mitglied. Er war viele Jahre Vorstandsmitglied der Jungen Union (unter anderem zwei Jahre als Vorsitzender, bis zuletzt auch als Kassier). Er war im Vorstand der DJK tätig und ist seit mittlerweile drei Jahren Ortsvorsitzender der CSU Ebnath. (exb)

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