18.10.2020 - 12:00 Uhr
EdelsfeldOberpfalz

Bürgerhaus Edelsfeld kommt mit großem Saal

Die Gemeinderat macht auf seiner Klausurtagung Nägel mit Köpfen. Auch bei den Baugebieten.

Vorne rechts Sabine Hafner, dahinter Bürgermeister Hans-Jürgen Strehl mit allen Gemeinderäten auf der Klausurtagung nach einer Kaffeepause
von Rudi GruberProfil

Um Zukunftsthemen ausführlich zu besprechen und vorzubereiten, traf sich der Gemeinderat mit Bürgermeister Hans-Jürgen Strehl zu einer zweitägigen Klausurtagung in Erbendorf. Die Themen der Tagesordnung lauteten: Was brauchen wir für unsere Bevölkerung an neuen Wohnbereichen/– Baugebieten? Wie kann Leerstand in den Ortschaften vermieden werden? Diskutiert wurde auch über den Neubau eines Bürgerhauses, die Vorbereitung eines Grundsatzbeschlusses für Freiflächen-PV-Anlagen in der Gemeinde und geplante Änderungen beim Sitzungsdienstprogramm für die Räte.

Moderatorin Sabine Hafner untermauerte die Themen mit dem Vitalitätscheck der AOVE, bezogen auf die Gemeinde Edelsfeld. Innenentwicklung statt Außenentwicklung treffe die Gemeinde im Zusammenhang mit der Entscheidung zur Fusion der vier Feuerwehren und dem Neubau des Feuerwehrhauses. Es sseien ökonomische, ökologische und die sozialen Vorteile bei einer Innenentwicklung auf jeden Fall zu nutzen.

Die Räte diskutierten über die demoskopische Entwicklung im Bereich Edelsfeld. Dabei wurden acht der 26 Ortsteile mit mehr als 50 Einwohnern untersucht, denn Edelsfeld ist älter geworden. Dennoch könne ein leichtes Wachstum bis 2028 eintreten. Bei Beleuchtung der Innenentwicklungs-Potenziale werde dies dynamisch zu berücksichtigen sein.

„Brauchen wir bei einer starken Revitalisierung in Edelsfeld neue Baugebiete? Kann bei moderatem Wachstum auch ein Baugebiet in anderen Ortsteilen ausgewiesen und nachgefragt werden?“ Dies bedeute, so waren sich die Räte einig, dass ein Konzept zu erarbeiten sei und die Bevölkerung eingebunden werden müsse. Nach derzeitigem Stand sei mit einem neuen Baugebiet restriktiv umzugehen. Es sollen die Bürger aus der Gemeinde ihr bewährtes Zuhause wiederfinden können.

Mit dem Planer Architekt Martin Kunert wurde sein Entwurf zum Bürgerhaus diskutiert. Dabei spielte die Frage mit, ob in einem Saal mit Abtrennungen 99 oder bis 199 Personen Platz finden sollen. Da bauliche Bestimmungen eine gewichtige Rolle spielen und einige Vorbesprechungen bereits geführt wurden, waren sich die Räte für die größere Variante mit großer Bühne einig.

Details wie Toiletten, Brandschutz, Heizungsthematik usw. wurden dabei berücksichtigt. Die Raumplanungsnutzung sei zu überarbeiten und in veränderter Form mit der ALE als Fördergeber, dem Bürgermeister sowie den Vereinen und unter Bürgerbeteiligung fortzusetzen.

Am zweiten Tag stellte Geschäftsstellenleiter Andreas Kredler zwei mögliche EDV-Systeme für ein Sitzungsdienstprogramm vor. Es ist ein digitales Ratsinformationssystem für den Sitzungsdienst geplant, um künftig massiv Papier und Druckkosten einzusparen. Als ersten Schritt sollen die Sitzungsladungen samt Unterlagen papierlos erfolgen. Hierzu wurde der Stand der Digitalisierung der Verwaltung angesprochen.

Bei der Digitalisierung laufe dies bereits im Hintergrund bei der Gemeinde ebenso wie eine Cloud-Lösung (bereits umgesetzt) oder mögliches Homeoffice mit. Ziel sei das digitale Rathaus mit der elektronischen Beantragung von Führungszeugnissen, Wahlscheinen usw.

Zur Vorbereitung eines Grundsatzbeschlusses für Freiflächen-PV-Anlagen im Gemeindegebiet wurden zum Abschluss der Veranstaltung Parameter festgelegt, wo und in welcher Größenordnung überhaupt Einfluss zu nehmen sei. Für den Fall, dass Freiflächen zugelassen werden sollen, wurden Ergänzungen zu bisherigen Kriterien erarbeitet.

Kontrovers diskutierte der Gemeinderat Edelsfeld über einen Beitritt zum Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz

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