Feuer vernichtet bei Edelsfeld 18 Hektar noch nicht abgeerntete Ackerfläche

Edelsfeld
20.07.2022 - 20:47 Uhr

Ein Großaufgebot an Rettungskräften rückte am Mittwochnachmittag zu einem Flächenbrand nach Edelsfeld aus. 18 Hektar Ackerfläche und Waldboden wurden bei dem Feuer ein Raub der Flammen. Ein trauriger Rekord.

Gegen 14.39 Uhr schrillten die Sirenen im Gesamtgebiet der Gemeinde Edelsfeld laut auf. Ein Großaufgebot an Rettungskräften rückte am Mittwoch zu einem erneuten Flächenbrand im Landkreis Amberg-Sulzbach nach Edelsfeld aus. Die Rauchwolke war bereits aus großer Entfernung zu sehen. Die Flächen befanden sich auf Höhe des Altenheims in Edelsfeld und zogen sich auf einer Höhenlage bis hin in Richtung der Ortschaft Niederärndt.

Ein örtlicher Landwirt hatte mit der Ernte eines Feldes gerade erst begonnen, als vermutlich durch den Mähdrescher der Brand ausgelöst wurde. Den Mähdrescher konnte er umgehend noch in Sicherheit bringen.

Zunächst waren die Feuerwehren aus der Gemeinde Edelsfeld und die Feuerwehr Königstein alarmiert. Starke und vor allem wechselnde Winde trieben das Feuer vor den Einsatzkräften her. Nach dem Eintreffen von Kreisbrandinspektor Hans Sperber an der Brandstelle orderte dieser über die ILS Amberg umgehend das Modul Wasser nach.

Weitere wasserführende Fahrzeuge von umliegenden Feuerwehren rückten nach: der Löschzug der Feuerwehr Sulzbach-Rosenberg unter Führung von Kommandant Armin Buchwald, der Löschzug der Feuerwehr Vilseck unter der Leitung von Kommandant Lothar Hasenstab, der Löschzug der Feuerwehr Rosenberg unter der Leitung von Florian Kaufmann sowie die Feuerwehr Neukirchen und die Feuerwehr Holnstein-Mittelreinbach.

Betonmischer bringt Wasser

Zur Unterstützung der Floriansjünger kamen auch etliche Landwirte mit Grubbern und Güllefässern an die Einsatzstelle. Die Firma Ulrich aus Laubhof befüllte bei einem örtlichen Landwirt einen Betonmischer mit 8000 Litern Wasser und brachte diese Menge pendelnd an den Brandort.

Rund vier Stunden kämpften die Floriansjünger gegen die Flammen. Erschwerend hinzu kam die Brandausbreitung in die angrenzenden Böschungen und Waldflächen. Etwa 18 Hektar noch nicht geerntete Ackerflächen und Waldflächen wurden letztendlich ein Raub der Flammen. Die Nachlöscharbeiten zogen sich bis gegen 18 Uhr hin. Nach und nach konnten einzelne Wehren die Einsatzstelle verlassen.

Größter Brand heuer

Die Verpflegung bei den heißen Temperaturen übernahm die Bereitschaft des Roten Kreuzes aus Auerbach unter der Leitung von Bereitschaftsleiter Daniel Sertl. Kreisbrandinspektor Hans Sperber sprach resümierend vom leider bislang größten Flächenbrand in diesem Jahr in seinem Inspektionsbereich 3. Er habe den Einsatzkräften alles abverlangt.

Die Einsatzleitung lag in den Händen von Kreisbrandinspektor Hans Sperber aus Achtel. Ihm stand Kreisbrandmeister Christian Meyer aus Edelsfeld zur Seite. Insgesamt waren 22 Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr mit rund 130 Feuerwehrleuten im Einsatz. Der Rettungsdienst war mit seinem Einsatzleiter Bernd Lödel und der Verpflegungseinheit vor Ort sowie die Polizeiinspektion Auerbach mit einer Streife.

 
 

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