12.02.2019 - 17:00 Uhr
EdelsfeldOberpfalz

Auf Förderbescheid warten

Bahn frei für die Hilfe von Nachbarn für Nachbarn: Der Edelsfelder Gemeinderat stellte die letzten bürokratischen Weichen, damit das jüngste Sozialprojekt mit 16 Aktiven so bald als möglich Fahrt aufnehmen kann.

Die Tage des alten evangelischen Gemeindehauses sind nun endgültig gezählt.
von Anke SchäferProfil

So wird die Nachbarschaftshilfe als kommunale Aufgabe im Rahmen der Selbstverwaltungsgarantie unter dem gemeindlichen Dach angesiedelt. Eine Rabattverlust-Versicherung für die Nutzung privater Autos im Hilfseinsatz komplettiert die öffentliche Unterstützung. Die wiederum wird mit staatlicher Förderung aus dem Topf des bayerischen Sozialministeriums zwei Jahre lang mit bis zu maximal 10 000 Euro unterfüttert.

Die Koordination seitens der Gemeindeverwaltung übernimmt Maria Held, von den Helfern kümmern sich Werner Renner, Hans Klann und Else Bär um alles Organisatorische innerhalb der fürsorglichen Initiative. Der offizielle Startschuss fällt, sobald der Förderbescheid des Sozialministeriums im Rathaus-Briefkasten liegt, informierte Bürgermeister Hans-Jürgen Strehl den Gemeinderat.

Das ehrenamtliche Engagement bei der Europawahl am 26. Mai entlohnt die Gemeinde mit 35 Euro für den Dienst im Wahllokal, Briefwahlhelfer bekommen 20 Euro. Damit es kostengünstig in einem Aufwasch geht, erhalten die auszubauenden Sinnleithener Dorfstraßen auch gleich eine neue Straßenbeleuchtung. Eine Beleuchtungs-Offensive für das gesamte Gebiet des Ortsteils erschien den Räten deutlich zu teuer.

Da eine weitere, detaillierte Untersuchung der von 1952 bis 1970 genutzten Hausmülldeponie ohnehin alternativlos ist, gab der Gemeinderat dem Bürgermeister die Erlaubnis zum Vertragsabschluss. Gegen die Bebauungspläne "Raiffeisengelände" Neukirchen und "Fachmarktzentrum Neue Amberger Straße" Grafenwöhr gab es aus Edelsfelder Sicht nichts einzuwenden.

Zum Abschluss informierte Strehl über die nichtöffentlich vergebene Baugrunduntersuchung Sigraser Straße, den endlich anstehenden Ersatz des Trafohäuschens bei der Raiffeisenbank durch Erdverkabelung, die Abgabemenge der Elektro-Aufladestation an der Kinderkrippe im letzten halben Jahr sowie über Sondierungen hinsichtlich eines Anbieter-Wechsels für kommunale EDV.

Laut Strehl sind die Tage des alten evangelischen Gemeindehauses nun endgültig gezählt. Er gab noch bekannt, dass die bevorstehenden Abriss- und Neubauarbeiten an der Brücke B 85/AS 11 während Beerdigungen auf dem angrenzenden Friedhof ruhen werden. Abschießend wurde noch das neue Senioren-Jahresprogramms vorgestellt. In Sachen Winterdienst gab es diverse Klagen.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.