03.06.2019 - 16:37 Uhr
EdelsfeldOberpfalz

Kriminalität in Edelsfeld, Hirschbach und Königstein

Keine Straftaten gegen das Leben, keine Unfalltoten: Im nordwestlichen Teil des Landkreises Amberg-Sulzbach scheint das Leben 2018 ruhig gewesen zu sein.

Mit aktuellen Zahlen aus ihren Gemeinden versorgt (von links) Erster Polizeihauptkommissar Manfred Weiß die Bürgermeister Hans Koch (Königstein), Hans-Jürgen Strehl (Edelsfeld) und Hans Durst (Hirschbach).
von Rudi GruberProfil

Einer geringen Kriminalitätsbelastung in den Gemeinden Edelsfeld, Hirschbach und Königstein steht eine hohe Aufklärungsquote von 73,92 Prozent gegenüber. Somit leben die Bürger im Schutzbereich der Polizeiinspektion Auerbach in einer der sichersten Gegenden in Bayern, versichert ihr Leiter, Erster Polizeihauptkommissar Manfred Weiß.

Er informierte die Bürgermeister Hans-Jürgen Strehl, Hans Durst und Hans Koch über Geschehnisse und Entwicklungen im Jahr 2018. Straftaten gegen das Leben sind nach seinen Worten nicht bekannt geworden. Ermittlungen führte die Polizei in 21 Delikten gegen die sexuelle Selbstbestimmung. In acht Fällen waren Kinder betroffen. Lag die Aufklärungsquote hier bei 100 Prozent, erreichte sie bei Rohheitsdelikten und Straftaten gegen die persönliche Freiheit stattliche 86 Prozent.

Bei schwerer und gefährlicher Körperverletzung stieg die Fallzahl um acht an. Alkohol war meist der Auslöser bei Schlägereien oder Messerattacken. Zwei Raubdelikte im Ausland konnten nicht aufgeklärt werden.

Die Fallzahl bei den Diebstahldelikten ist um elf auf 112 Fälle im gesamten PI-Bereich gewachsen. Fahrraddiebstähle stiegen auf neun Fälle. Weiß empfahl, für alle Fälle einen sogenannten Fahrradpass mit Lichtbild parat zu haben.

Vermögens- und Fälschungsdelikte, auch im Internet, entwickelten sich rückläufig. Sachbeschädigungen sanken um 23 auf 79 erfasste Fälle. Die Aufklärung bei Gewaltakten an Fahrzeugen stelle nicht zufrieden, sei aber ohne die Mithilfe der Bevölkerung nicht zu steigern.

Weiß fasste die Ergebnisse so zusammen, dass die Häufigkeit für ganz Bayern bei 46 Straftaten pro 1000 Einwohnern liegt, im Landkreis Amberg-Sulzbach bei 26,59 Straftaten: "Wir leben damit in einer der sichersten Gegenden in Bayern."

Die Unfallzahl im Bereich der Polizeiinspektion Auerbach stieg auf 593. Allerdings war der Großteil (417) Kleinunfälle ohne ernsthafte Folgen. 82 Menschen wurden verletzt, neun weniger als im Jahr davor. Todesopfer waren nicht zu verzeichnen. Schulwegunfälle ereigneten sich seit mittlerweile neun Jahren nicht mehr.

Ein großes Problem bleibt das unerlaubte Entfernen vom Unfallort. 81 Fälle wurden registriert. Die Aufklärungsquote liegt bei 39,2 Prozent. Auch hier bittet die Polizei, im Interesse der Geschädigten, auf Hinweise von aufmerksamen Zeugen.

Fahranfänger werden in der Statistik gesondert erfasst. 2018 waren sie an 26 Unfällen mit Personen- oder schwerwiegendem Sachschaden beteiligt. 17-jährige Jugendlichen mit dem begleiteten Fahren spielten nur eine marginale Rolle. 28 alkoholisierte Verkehrsteilnehmer - elf mehr als 2017 - stoppte die Polizei, bevor es zu einem Unfall kam. 16 Trunkenheitsfahrten verhinderten die Ordnungshüter, indem sie rechtzeitig die Fahrzeugschlüssel sicherstellten. Sechs Verkehrsteilnehmer standen unter Drogeneinfluss. Gegen die Hauptunfallursache Geschwindigkeit war 77 Stunden lang die Laserpistole im Einsatz. 40 ertappte Raser erhielten eine Bußgeldanzeige mit Eintrag in Flensburg.

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