Die Sonne strahlte vom Himmel und so konnte der Dankgottesdienst wie geplant im Freien, am Platz hinter dem Gemeinschaftshaus, gefeiert werden. Was natürlich die Einhaltung der Corona-Beschränkungen erleichterte. Denn viele Pfarrangehörige wollten bei diesem besonderen Gottesdienst zu Ehren von Pfarrer Konrad Kummer dabei sein, unter ihnen auch die Bürgermeister Hermann Falk, Barbara Birner und Hermann Gebhard als Vertreter der Stadt.
Bischöflich Geistlicher Rat Konrad Kummer blickte zu Beginn der Messe auf die Zeit seiner Priesterweihe im Jahr 1960 zurück. Es habe damals noch Nonnen in Ehenfeld gegeben, die Gottesdienste seien in lateinischer Sprache gefeiert worden und es hätten sich noch viele Männer dafür entschieden, Priester zu werden. Ortspfarrer Johann Hofmann ging in seiner Predigt auf die Situation in der katholischen Kirche ein. "Früher war Kirche noch eine Art Gemeinschaftsraum und Treffpunkt." Heute gebe es soziale Medien, viele hätten die Glaubensbotschaft völlig aus den Augen verloren. "Habe ich als Priester überhaupt noch eine Aufgabe?", fragte er und drückte sich umgangssprachlich aus: "Was habe ich als Priester hier überhaupt noch zu suchen?" Die Aufgabe eines Priesters sei genau das: Zu suchen und zu retten, was verloren sei - so die Worte Jesu im Lukas-Evangelium. Dieser Auftrag Jesu sei immer aktuell, vor 60 Jahren genau so wie heute.
Am Ende der Messe dankten Hofmann und Pfarrgemeinderatssprecherin Anita Falk dem Jubilar für seine Unterstützung bei den Gottesdiensten, nicht nur in der Pfarrei sondern auch in der Pfarreiengemeinschaft Hirschau-Ehenfeld. Als Geschenk hatten sie ihm eine Kerze mit dem Bild der Pfarrkirche St. Michael mitgebracht und wünschten noch viele gesunde Jahre in seiner Heimatpfarrei. Die Lieder aus der Haydn-Messe begleitete Elisabeth Falk auf der elektronischen Orgel.













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