07.05.2019 - 18:21 Uhr
Oberpfalz

Einfach mal ausschlafen können

Die Wünsche der Mütter sind an ihrem Ehrentag oft ganz bescheiden: Waffeln und Kakao im Bett, ein Ausflug und Zeit mit der Familie stehen hoch im Kurs.

Der Muttertag 2019 naht. OWZ-Leserinnen und -Leser erzählen, wie sie diesen Tag feiern.
von mvsProfil

Der Handel weist uns bei jeder Gelegenheit darauf hin: Am Sonntag, 12. Mai, ist Muttertag. Wer noch nichts organisiert und so gar keine Idee hat, kann sich hier ein wenig inspirieren lassen. Die OWZ hat Mütter, Söhne und Töchter gefragt, ob und was sie für diesen besonderen Tag planen.

„Ich habe keine Kinder“, erzählt Stefan Thomas aus Waldsassen. „Am Muttertag werde ich mit meinen Eltern Essen gehen. Mama darf aussuchen, wohin. Ich hoffe, sie meldet sich bald, weil ich auf jeden Fall reservieren will.“

„Bei mir beginnt der Tag damit, dass ich gar nichts Besonderes erwarte“, sagt die Schwandorferin Kirsten Heller. „Weder Blumen, noch Schokolade, noch sonstige Aufmerksamkeiten. Wenn ich Blumen oder Schokolade wollen würde, würde ich sie mir selbst kaufen. Aufmerksamkeit an einem bestimmten Termin, nur weil ich geboren habe, kommt mir komisch vor.“ Und wenn ihre Kinder sich trotzdem etwas einfallen lassen? „Freue ich mich natürlich, aber wenn nichts kommt, bin ich auch nicht traurig.“

„Mein Mann und ich bereiten am Samstag ein Picknick vor und verbringen dann den ganzen Sonntag draußen,“ erzählt Mareike Sinn aus Amberg. Und bei schlechtem Wetter? „Ist eigentlich egal, dann bleiben wir zu Hause. Der Geburtstermin unserer ersten Tochter ist erst im Juli, aber ich finde, den Muttertag feiern, kann ich schon jetzt. Wenn alles gut geht, sind wir kommendes Jahr zu dritt. Mareike Sinn freut sich sehr „auf das ganze Programm“: „Gänseblümchensträuße, selbstgemalte Bilder. Ich erinnere mich daran, wie gern ich meiner Mama das geschenkt habe, und will diese Innigkeit nochmal erleben.“

„Ich habe noch gar keinen Plan, was wir am Muttertag machen werden.“ Tanja Wurz aus Teublitz musste Prioritäten setzen. „Mir war jetzt erst mal wichtig, den neunten Geburtstag unseres Sohnes gut herum zu bringen. So eine Feier zu planen und durchzuführen ist nicht ohne. Immer eins nach dem anderen.“

„Muttertag liegt so zwischen Ostern und Pfingsten, oder?“, scherzt Gertraud Wiesel aus Fensterbach. „Mittendrin zwischen den ganzen Verwandtschaftsbesuchen, und Enkel hüten muss ich in den Ferien ohnehin. Ich würde mich deshalb gar nicht so sehr freuen, wenn meine Kinder mit ihren Kindern noch ein drittes Mal kommen würden ... Anrufe finde ich großartig. Ich bin gern bereit, den ganzen Tag zu telefonieren.“

„Meine Mutter ist vorletztes Jahr gestorben“, sagt die Schwandorferin Katharina Meier. „Letztes Jahr haben meine Geschwister und ich uns noch am Muttertag getroffen, mit ihren Kindern, meinen Nichten und Neffen. Wir hielten das für eine gute Idee, aber ich empfand es als schrecklich.“ Allen sei ständig bewusst gewesen, dass die wichtigste Person fehle. „Mir tut auch die Werbung in allen Schaufenstern weh. Da bin ich jetzt außen vor. Dieses Jahr will ich allein sein.“

Martin Sauerlach aus Kümmersbruck findet es schön, dass die Mütter einen eigenen Feiertag haben. „Genauso wie ich schön finde, dass wir Väter einen haben. Wir machen es so: Meine Frau sucht sich aus, was sie an dem Tag machen will, und das machen wir dann. In den letzten Jahren wollte sie nur eines: Ausschlafen. Der Tag beginnt also etwas später als sonst, und bisher immer mit Waffeln und Kakao am Bett. Das machen wir so auch an Geburtstagen. Und am Vatertag.“ Hören wir da Vorfreude heraus? „Das kann gut sein.“ (mvs)

Der Muttertags-Klassiker: Blumen und selbstgemalte Bilder.
"Meine Mutter liebt frisches Obst. Deshalb bringe ich ihr zum Muttertag Erdbeeren in zwei Varianten mit: ein Körbchen gleich zum Essen und einen bepflanzten Hängetopf für ihre Terrasse", schildert Martin Sauerlach.
Gänseblümchen, mit Stielen: Von einer stolzen fünfjährigen "Floristin" in der Vase arrangiert.
Gänseblümchen, ohne Stiele: Von der stolzen Mutter einer stolzen dreijährigen "Floristin" in einer Glasschale schwimmend arrangiert.
Sandkuchen mit Kiesel-Verzierung... zum Muttertag genauso köstlich wie immer.
Duftet von weiß über blau bis lila rund um den Muttertag betörend: Flieder, selbstgepflückt.
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