(sön) Armschmalz war gefragt, um die schweißtreibende Arbeit beim Baumaufstellen auf das Kommando von Martin Reiser „Auf geht’s, pack ma’s a! Hau – ruck!“ zu vollbringen. Auch die Kirwamoidln waren gefordert, sie hatten für ausreichend flüssigen Nachschub zu sorgen. Stück für Stück hievten nun mit Goißn, durch einen Bagger gesichert und unterstützt, kräftige Mannsbilder den mit Kränzen geschmückten 30-Meter-Brummer in die Höhe. „Wir sind stolz auf unsere feschen Kirwapaare“ verkündete am Abend der Vorsitzende der Feuerwehr, Richard Reiser. Er freue sich, dass viele befreundete Kirwaleit zur Feier gekommen waren. "Feuerwehr und Kirwapaare haben das Fest wieder hervorragend organisiert", lobte Bürgermeister Markus Dollacker. Auf „drei schöne Tage bei unserer Jakobi-Kirchweih“ stieß er mit Reiser an.
Die Band Sakrisch spielte zünftig auf, sorgte für Stimmung. Dass sie nicht nur beim Baumaufstellen super sind, zeigten die Kirwaburschen, als sie mit ihren feschen Moidln ihre Tänze vorführten. Nicht nur für den Durst, auch für den Hunger war mit Bratwürsteln, Steaks, Käse- und Fischsemmeln vorgesorgt.
Der Sonntag begann mit dem von Pfarrer Pater Hermann Sturm in der Pfarrkirche zelebrierten Festgottesdienst, den die Ensdorfer Blaskapelle musikalisch umrahmte. Sie spielte unter Leitung von Hubert Haller anschließend auch zum Frühschoppen auf. Am Nachmittag zeigten die elf Paare, von D’ jungen Riedener (Teresa Weinfurtner mit Johannes und Philipp Haas) musikalisch begleitet, ihre Tänze. Die Burschen führten auch einen Plattler auf sowie - dann wieder mit ihren Moidln - einen Walzer sowie den Ehrentanz. Alles seit Monaten eingeübt. Das Publikum war begeistert.
In Gstanzln zogen die Kirwapaare wieder kräftig vom Leder. Und so erfuhren die Zuschauer „D’ Feierwehr aus Wolischba hod uns zu am Festl eiglon. Wos soll na in der Einladung überhaupt des Kondom.“ Auch die Riedener bekamen ihr Fett weg, mussten hören „A 130-Joahr-Festl feiert koa Sau, außer die Rainer – weil die san gern blau.“
Was wäre aber die Ensdorfer Kirwa ohne Oberkirwapaar: Julia Gebhardt und Tobias Köstler heißen die Glücklichen, die nun ein Jahr lang den Blütenkranz tragen dürfen. Dann aber ging es ab ins Bierzelt. D’ jungen Riedener spielten weiter auf, übernahmen auch am Abend das musikalische Kommando, sorgten für Stimmung. Am Montagnachmittag trafen sich wie alle Jahre die älteren Mitbürger zum Seniorennachmittag im Festzelt und am Abend sorgte die Original Waidhauser Blasmusik für Kirwastimmung. Gegen 22 Uhr wurde der Baum verlost.
Ensdorf
23.07.2018 - 13:51 Uhr
Baum verlangt Burschen alles ab
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