11.10.2020 - 09:42 Uhr
EnsdorfOberpfalz

Beim Obst- und Gartenbauverein Heimaterde Ensdorf seit 60 Jahren Leidenschaft fürs Garteln

Statt mit einer großen Feier begeht der Obst- und Gartenbauverein Heimaterde Ensdorf sein 60-Jähriges mit einem Gottesdienst. Am Altar versammeln sich der Vorstand des OGV, Bürgermeister Hans Ram und in der Mitte Pfarrer Pater Slawomir Niemczewski.

Der 60. Geburtstag hätte groß gefeiert werden sollen. Doch die Corona-Pandemie machte dem Obst- und Gartenbauverein Heimaterde Ensdorf einen Strich durch die Rechnung. Aber ganz ohne Feierlichkeiten sollte das Jubiläums des Vereins nicht vorübergehen.

Der alljährliche Erntedankgottesdienst im Kloster Ensdorf diente nun als Rahmen für die Feier im kleinen Kreis. Passenderweise schmückt der Obst- und Gartenbauverein seit etwa 50 Jahren den Altar zu Erntedank und ließ sich dies, unterstützt von der Ensdorfer Ortsgruppe des Bayerischen Bauernverbands, auch heuer nicht nehmen. Pfarrer Pater Slawomir Niemczewski bedankte sich für die detailverliebte Ausgestaltung des Altarraums und wies dabei darauf hin, dass das Bitten und Danken für die Ernte ohnehin nicht vergessen werden dürfe. In seiner Predigt sagte er, dass man in einer Gesellschaft lebe, in der der Tisch ohnehin überreich gedeckt sei. Trotz vieler Dürretage falle die Ernte in diesem Jahr sehr gut aus, und die Gemeinde sei von großen Unwettern verschont geblieben. Deshalb müsse man dankbar sein für das, was Gott einem geschenkt habe. Die Fürbitten widmete man der Landwirtschaft, die für das Überleben unabkömmlich sei. Man bat darum, dass alle Kinder bekämen, was sie zum Leben brauchten, und bat für die, die in Armut leben und hungern müssen.

Nicht zuletzt galten die Fürbitten dem Obst- und Gartenbauverein Heimaterde Ensdorf selbst. Man gedachte der Gründer des Vereins und seiner verstorbenen Mitglieder. Den Gottesdienst gestaltete eine Dudelsack-Gruppe musikalisch, die dem OGV auch ein Geburtstags-Ständchen spielte.

Der Obst- und Gartenbauverein Heimaterde hat derzeit etwa 150 Mitglieder. Er engagiert sich unter anderem in der Bepflanzung von Denkmälern, steht der Gemeinde hinsichtlich ihrer Grünanlagen beratend zur Seite, organsiert regelmäßig eine Rama-dama-Aktion und bietet auch ein Ferienprogramm für Kinder an. Fast alle für das Jubiläumsjahr geplanten Veranstaltungen mussten allerdings Corona-bedingt abgesagt werden.

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