Ensdorf
06.03.2025 - 09:07 Uhr
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DJK Ensdorf baut mit Fördermitteln des Freistaats eine Judo-Kampfsporthalle

Eine gute Nachricht für die DJK Ensdorf und vor allem ihre Judosparte, aber auch für die Gemeinde insgesamt: In Ensdorf wird mit Geldern aus den Fraktionsinitiativen des Freistaats eine Judo-Sporthalle von überregionaler Bedeutung gebaut.

Die DJK Ensdorf betreibt mit ihrer Sparte Judo schon seit vielen Jahren eine allseits anerkannte Jugendarbeit. Das spiegelt sich vor allem in beeindruckenden sportlichen Erfolgen in den unterschiedlichen Wettkampfklassen wider - mit zahlreichen Meistertiteln bis hin zur Deutschen Meisterschaft. „Die DJK Ensdorf zählt zu den leistungsstärksten Vereinen und den Säulen des bayerischen Judo-Verbandes im Nachwuchsbereich“, sagt Elisabeth Grünewald, die BJV-Vizepräsidentin Leistungssport.

Um dieser positiven Entwicklung Rechnung zu tragen, ist es notwendig, die Gegebenheiten dem stetig steigenden Bedarf an Trainings- und Wettkampfmöglichkeiten anzupassen. Dank des Einsatzes von Landtagsabgeordnetem Bernd Heinisch kann nun aus den Mitteln der Fraktionsinitiativen des Freistaats Bayern dem akuten Platzmangel mit dem Bau eines Dojos, also einer Übungshalle für Kampfkunst, mit einem Gesamtvolumen von 900.000 Euro begegnet werden. So soll für die Jugendarbeit eine moderne und nachhaltige Trainingsgestaltung auf höchstem Niveau gewährleistet werden.

„Vor einem halben Jahr hat keiner der Verantwortlichen in der DJK Ensdorf damit gerechnet, ein solches Projekt mit Kosten von knapp einer Million verwirklichen zu können", stellt DJK-Vorsitzender Lothar Trager fest. Zwar sei bekannt gewesen, dass die Judosparte, die es seit zwölf Jahren im Verein gebe und großartige Erfolge errungen habe, aufgrund der begrenzten Trainings- und Wettkampfbedingungen nicht mehr weiter wachsen könne. Aber wie man dies ändern könnte, dafür habe man keine Lösung gehabt, erklärt Trager.

An dieser Stelle kam MdL Bernd Heinisch ins Spiel, seines Zeichens sportpolitischer Sprecher der FW-Landtagsfraktion. Die Spartenleitung Judo der DJK Ensdorf suchte den Kontakt zu ihm und schilderte ihm die Pläne für eine Halle, die die Familie Baur aus Rieden zu Papier gebracht hatte. „Es ist großartig zu sehen, was bei der DJK Ensdorf im Judo geleistet wird", lautete Heinischs Fazit. Zusammen mit den Verantwortlichen eruierte er alle Möglichkeiten und brachte schlussendlich ein gemeinsames Konzept auf den Weg.

„Der Bau einer Kampfsporthalle ist für die Entwicklung der Judoabteilung in der DJK Ensdorf von existenzieller Bedeutung", konstatiert Manfred Schmid, Judo-Trainer bei der DJK Ensdorf. Ansonsten seien die für die Zukunft geplanten Maßnahmen – er nennt Bezirksligamannschaft Oberpfalz, Landesligamannschaft Damen, zwei weitere Mannschaften im Jugendbereich – unter den gegebenen Trainingsmöglichkeiten, der hohen Auslastung und dem akuten Platzmangel nicht realisierbar. Darüber hinaus sei es auch wichtig, die Trainingsbedingungen zu verbessern, um das Niveau der DJK-Athleten weiter zu steigern.

Da die Jugendarbeit in der Sparte Judo der DJK Ensdorf weit über ihr Einzugsgebiet hinaus großes Ansehen genießt, soll die neue Sportstätte in Kooperation mit dem Bayerischen Judo-Verband als neuer Stützpunkt für Judosport in Bayern dienen. Um den Wettkampf- und Trainingsanforderungen mindestens auf Landesliga-Niveau im Judo zu genügen, ist das Konzept der neuen Sportstätte für den Kampfsport optimiert. So wird nicht nur die geforderte Mindestbreite der Wettkampfhalle von 15 Metern eingehalten, sondern auch die Zuschauer finden während der Wettkämpfe ausreichend Platz. Darüber hinaus wird der Gebäudekomplex über einen eigenen Kraftraum, einen Mattenraum, einen separierten Geräteraum und über ausreichende Sanitäranlagen verfügen – und dies alles barrierefrei.

Neben der Nutzung durch alle Sparten der DJK soll die Sportstätte auch für andere Träger, Organisationen und Sportgruppen offenstehen, etwa für Reha- und Senioren-Sportgruppen, den Kindergarten oder die Jugendhilfe. Beispielsweise ist angedacht, in Kooperation mit der PROLife Jugendhilfe ein soziales Projekt ins Leben zu rufen. Das Angebot soll sich mit einem Anti-Gewalt-Training an Kinder und Jugendliche im Landkreis Amberg-Sulzbach richten und ihnen die Möglichkeit bieten, sich selbst und die eigenen Gefühle besser kennenzulernen und zu regulieren. Denn gerade die Prämissen des Judo-Sports wie Höflichkeit, Ehrlichkeit, Ernsthaftigkeit, gegenseitiger Respekt, Hilfsbereitschaft, Bescheidenheit, Mut, Selbstbeherrschung, Wertschätzung und Freundschaft bieten die Möglichkeit zur positiven Persönlichkeitsentwicklung, heißt es in einer Pressemitteilung von PROLife: „Das geplante Vorhaben der DJK Ensdorf stellt ein besonderes Kooperationsangebot für die Kinder- und Jugendhilfe dar, das wir als Jugendhilfeorganisation mit entwickeln, mittragen und weiterentwickeln wollen.“

Wie die DJK, deren Mitgliederversammlung den Bau der Kampfsporthalle grundsätzlich befürwortet hat, begrüßt auch die Gemeinde Ensdorf das Vorhaben. Der Gemeinderat stimmte geschlossen zu, das Grundstück kostenfrei zur Verfügung zu stellen, für ein Projekt, von dem laut Bürgermeister Hans Ram „insbesondere die DJK-Judosparte, aber auch die Gemeinde und die gesamte Region profitieren".

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