29.10.2018 - 14:44 Uhr
EnsdorfOberpfalz

Dunkel gekleidet: Autofahrer sieht Fußgängerin zu spät

Er hat die dunkel gekleidete Frau zu spät gesehen: Auf der Kreisstraße 8 bei Ensdorf hat am späten Sonntagnachmittag ein 57-Jähriger eine Fußgängerin angefahren.

Fußgänger und Radfahrer mit dunkler Kleidung sind für Autofahrer in der Dämmerung praktisch unsichtbar (Symbolbild). Reflektierende Elemente auf Jacken und Hosen erhöhen nicht nur die Sichtbarkeit im Straßenverkehr, sie können lebensrettend sein.
von Heike Unger Kontakt Profil

"Dieser Spaziergang mit dem Hund hätte ins Auge gehen können": So lautet das Fazit der Polizei zu diesem Unfall - denn der hätte nach Ansicht der Beamten durchaus auch noch schlimmer enden können. Am Sonntag gegen 17.15 Uhr ging eine 40-Jährige mit ihrem Hund auf der Kreisstraße 8 in Richtung Schwandorf spazieren. Etwa 500 Meter nach dem Ortsende von Ensdorf kam ihr ein Fahrzeug entgegen und ein weiteres fuhr in der Gegenrichtung. Beide trafen sich genau auf der Höhe der Fußgängerin, die ihren Hund neben sich führte.

In der fortgeschrittenen Dämmerung erkannte der eine Autofahrer (57) die dunkel gekleidete Frau mit ihrem Hund sehr spät. Er bremste "und wich trotz des Gegenverkehrs soweit es ging nach links aus", so schildert die Polizei das Geschehen. Trotz des Lenkmanövers erfasste das Auto die Fußgängerin mit dem rechten Außenspiegel. Die Frau wurde dabei leicht verletzt. Zur genaueren Untersuchungen kam sie jedoch ins Klinikum Amberg.

"Der entstanden Sachschaden von rund 500 Euro war zu vernachlässigen, wenn man bedenkt, wie der Unfall auch anders hätte ausgehen können", bilanziert die Polizei. Sie nimmt diesen aktuellen Vorfall zum Anlass für einen Appell: "Gerade bei Spaziergängen auf Straßen ist bei schlechten Licht- und Witterungsverhältnissen ein besonderes Augenmerk auf reflektierende Kleidung und Warnleuchten zu legen, um eine gute Erkennbarkeit zu gewährleisten."

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