31.03.2019 - 15:08 Uhr
EnsdorfOberpfalz

Ehrenamtlichen Helfern wird selbst geholfen

Ohne die ehrenamtlichen Helfer wären viele Angebote im sozialen Bereich überhaupt nicht möglich. Beim Helfertag des Landkreises stehen endlich einmal sie im Mittelpunkt.

„Brainfitness – Denken & Bewegen“. Übungsleiterin Brigitte Steger (rechts) sorgte für Bewegung im Wittelsbachersaal.
von Hubert SöllnerProfil
Anlass des Helfertags sei die Arbeit ehrenamtlich Tätiger in der Seniorenarbeit wertzuschätzen, sie noch enger zu vernetzen und auch fachlich zu unterstützen. Dies betonten Ensdorfs 2. Bürgermeister Karl Roppert, Barbara Hernes vom Seniorennetzwerk Hirschwald, Landrat Richard Reisinger, Waltraud Lobenhofer von AOVE und VHS-Leiterin Waltraud Wolfsteiner (von rechts).
Märchenerzählerin Tanja Weiß und zog temperamentvoll und ausdrucksstark die Zuhörer ihren Bann.
Barbara Bock, Klinikseelsorgerin am Klinikum St. Marien in Amberg, hat die Begleitung am Lebensende im Blick.
„Vorsorgevollmacht und Betreuung“ war mit Norbert Schmid vom Betreuungsamt der Stadt Amberg, Thema im Fürstensaal.
Fingerübungen gehörten zum Programm von Übungsleiterin Brigitte Steger.
„Es ist ihr Tag, der Tag der ehrenamtliche Helfer“, begrüßte Landrat Richard Reisinger die Teilnehmer am Helfertag.

"Es ist Ihr Tag, der Tag der ehrenamtliche Helfer", begrüßte Landrat Richard Reisinger im vollbesetzten Wittelsbachersaal des Klosters Ensdorf die Teilnehmer des Helfertags. Ohne sie, so der Landrat, wäre die im Landkreis geleistete Arbeit für Senioren in der Nachbarschaftshilfe, in einem Verband oder Verein nicht denkbar. Um deren Arbeit wertzuschätzen, um die ehrenamtlich Tätigen noch enger zu vernetzen und auch fachlich zu unterstützen, organisierten AOVE, Seniorennetzwerk Hirschwald und die Volkshochschule des Landkreises diesen speziellen Tag, zum dem mehr als 100 Teilnehmer kamen.

Schnell ging es in die Vollen: Im Fürstensaal betonte Märchenerzählerin Tanja Weiß "Märchen verbinden" und zog temperamentvoll und ausdrucksstark die Zuhörer in ihren Bann, gab ihnen damit "ein Rezept für die Seele". Im Wittelsbachersaal hatte derweil Barbara Bock, Seelsorgerin am Klinikum St. Marien in Amberg, die Begleitung am Lebensende im Blick. "Was braucht es, dass die letzte Zeit kostbar und innig erlebt wird?", stellte sie die Frage in den Raum. Dabei galt es, die besondere Rolle der Ehrenamtlichen, die dem Sterbenden nahestehe, aber keine Angehörige sei, zu berücksichtigen.

Wer regelt Angelegenheit?

"Vorsorgevollmacht und Betreuung" war mit Norbert Schmid vom Betreuungsamt der Stadt Amberg, anschließend Thema im Fürstensaal. Durch Krankheit, Unfall oder anderweitige Behinderungen könne es jeden treffen, betonte Schmid. "Wer aber regelt dann dessen Angelegenheiten?" Betreuung könne durch das Gericht eingerichtet werden. Diese bedeute eine rechtliche Vertretung in den vom Gericht angeordneten Angelegenheiten. Mit einer Vollmacht könne jedoch rechtzeitig Vorsorge getroffen werden. "Brainfitness - Denken & Bewegen", hieß es derweil mit Übungsleiterin Brigitte Steger im Wittelsbachersaal. Gerade im Alter sei Bewegung wichtig, auch für die geistige Fitness, so die Überlegung.

Nach dem Mittagessen im Speisesaal des Klosters bot Religionspädagogin Petra Janischowsky an, sich durch Lieder, einfache Tänze, Geschichten und biblische Texte einzustimmen auf ein "Ostern mit allen Sinnen". Mit Krankenschwester Irene Schuminetz stand zeitgleich Basale Stimulation - ein Pflegekonzept, das Menschen mit Beeinträchtigung aller Art die Möglichkeit geben will, mit sich und der Umwelt Kontakt aufzunehmen - auf dem Plan.

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