Ensdorf
11.01.2026 - 12:09 Uhr
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Ensdorf blickt auf ein ereignisreiches Jahr 2025 zurück

Ensdorf vermeldet eine positive Entwicklung der Einwohnerzahlen und investiert in Bildung sowie Infrastruktur. Großprojekte wie die Sanierung der Ganztagesbetreuung oder das neue Baugebiet "Asamhöhe I" sind Meilensteine für die Gemeinde.

„Es ist auch im Jahr 2025 wieder viel passiert,“ so das Fazit von Bürgermeister Hans Ram in den drei Bürgerversammlungen der Gemeinde Ensdorf, zu denen das Gemeindeoberhaupt in Ensdorf, Wolfsbach und Thanheim zahlreiche Bürger begrüßen konnte. Zunächst gab der Bürgermeister die Veränderungen in der Verwaltung bekannt. Neue Amtsleiterin ist Brigitte Zitzler und Nadine Zakriti ist neue Kraft im Einwohnermeldeamt.

Dank für ihre Arbeit zollte Ram den Bauhofmitarbeitern mit Leiter Peter Blank und dessen Stellvertreter Dominik Prössl sowie Bernhard Graf und den neuen Mitarbeitern Manuel Ostermeier und Mario Zappek.

Schulden und Baugebiet

Nach einem steten Rückgang von 2009 bis 2020 und einer anschließenden Stagnation bewegt sich die Einwohnerzahl wieder leicht nach oben. Derzeit leben 2163 Einwohner in der Gemeinde. Statistische Werte der acht Kommunen der ILE „Oberpfälzer Jura“ bezüglich der Bevölkerungsentwicklung, der Altersstruktur der Bevölkerung, der Beschäftigungsentwicklung und der Wohngebäude vermittelten einen interessanten Vergleich zu den Nachbargemeinden.

Wie Bürgermeister Ram informierte, weist die Gemeinde derzeit einen Schuldenstand von 1,840 Millionen Euro auf. Grund für die Geldaufnahme seien die Großprojekte gewesen: der Anbau und die Sanierung der Offenen Ganztagesbetreuung an der Mittelschule Ensdorf (Eigenanteil der Gemeinde 515.000 Euro), die 1,1 Kilometer lange Wasserleitungserneuerung vom Wasserhaus bis zur Schulstraße (800.946 Euro plus Ingenieurskosten) und das neue Baugebiet „Asamhöhe I“ am Hirlberg. Zusätzlich zur Erschließung der 14 Bauplätze fielen hier Kosten für eine 150 Meter lange Wasserleitung (120.278 Euro) und eine Druckerhöhungsstation (240.221 Euro) an. Vier Bauplätze mit einem Preis von 273 Euro pro Quadratmeter plus 10.273 Euro für die Zisterne sind bereits verkauft, teilte das Gemeindeoberhaupt mit.

Attraktive Schule

Erfreulich sei die Entwicklung der Schülerzahlen an der Mittelschule (derzeit 149 Schüler), deren Attraktivität auch auf das Stipendium für die besten Abschlussschüler zurückzuführen sei. Das vereinbarte Beschaffungskonzept für die drei Feuerwehren der Gemeinde sieht vor, dass heuer ein Gerätewagen Logistik 1 für die Feuerwehr Ensdorf beschafft und deren Mittleres Löschfahrzeug umgebaut werden soll. Im nächsten Jahr soll ein Mannschaftstransportwagen angeschafft werden, der in Wolfsbach untergestellt werden soll. Als weiteres künftiges Projekt nannte Bürgermeister Hans Ram den Breitbandausbau, von dem ein Drittel der Gemeinde profitieren werde. Abgebaut, weil unrentabel, werden die E-Ladesäulen in Ensdorf. Beschäftigen muss sich die Gemeinde weiterhin mit der Wasserversorgung, vordergründig mit der wasserrechtlichen Erlaubnis für die drei Brunnen. Vor allem stellt sich die Frage, ob es Sinn macht, den Brunnen in Thanheim zu sanieren. Zum Abschluss seiner Ausführungen erklärte Ram, dass die Gemeinde in Sachen Bildung gut aufgestellt sei. Dies beginne mit der Kindestagesstätte mit gutem Betreuungsschlüssel und setze sich mit der Schule und den guten Ausbildungsmöglichkeiten in den heimischen Betrieben fort. Der Dank des Bürgermeisters galt den Aktiven der Feuerwehren und allen Ehrenamtlichen für ihr Engagement.

Außergewöhnlich hohe Einnahmen

Die Anliegen der Bürger betrafen die Räum- und Streupflicht, den zurückgelassenen Hundekot, die Wasserleitungsplanung und das Erscheinungsbild der Hauptstraße. Angesprochen wurden die diesjährigen außergewöhnlich hohen Gewerbesteuereinahmen (statt der geplanten Million waren es 1,7 Millionen Euro) und die Befürchtung, dass Teile davon wieder zurückgefordert werden könnten. Weitere Themen waren die mit Rasengittersteinen ausgestatteten Gehwege im neuen Baugebiet, die Straßenführung bei einer Erweiterung des Baugebietes, der bröckelnde Sockel am Klostergebäude und Schäden an der Vilsbrücke in Ensdorf. Angeregt wurde, die aufgelassene Trafostation am Don Bosco-Gelände zu einem Fledermaus- und Greifvogel-Turm umzugestalten, sowie die Planung von Maßnahmen gegen Starkregen in der Thanheimer Straße.

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