25.11.2019 - 15:40 Uhr
EnsdorfOberpfalz

In Ensdorf soll neues Baugebiet entstehen

Der Wunsch nach einem eigenen Häuschen ist ungebrochen. Nun schuf der Ensdorfer Gemeinderat mit dem Bebauungsplan Asamhöhe die Voraussetzungen für etliche Parzellen.

Das neue Baugebiet Asamhöhe ist im Norden von Ensdorf an der Straße nach Uschlberg geplant.
von Autor TRAProfil

Stephan Dietrich vom Ingenieurbüro Stadt und Raum stellte dem Gremium zwei Varianten des geplanten Baugebiets vor, das im Anschluss an die Asamstraße in Richtung Uschlberg geplant ist. Zunächst sind 14 Bauparzellen vorgesehen, aber es werden die Voraussetzungen geschaffen, das Baugebiet in weiteren Schritten zu erweitern.

Zugestimmt wurde der Bauvoranfrage auf Abbruch der bestehenden Scheune mit Garagen und Anbau an das bestehende Wohnhaus sowie Neuerrichtung einer Doppelgarage, Anbau an die bestehende Stallung und Nutzungsänderung zur Unterstellhalle und Neuerrichtung einer Scheune in Wolfsbach. Keine Einwendungen gab es gegen die Anhörung der Gemeinde Kümmersbruck für die Aufstellung eines Bebauungsplanes für ein Misch-/Dorfgebiet "Dorfplatz" in Kümmersbruck und die Anhörung der Regierung der Oberpfalz für die Fortschreibung des Regionalplanes „Oberpfalz Nord“, in der die Erweiterung des Steinbruchs in Wolfsbach um etwa sieben Hektar in südwestliche Richtung enthalten ist.

Der Auftrag für die Erschließungsarbeiten im Baugebiet „Strohberg-Nord“ in Wolfsbach ging für 882 515 an den günstigsten Anbieter, die Firma Englhard Bau GmbH. Der Beginn der Arbeiten ist auf März 2020 festgelegt, die Fertigstellung soll Mitte August des gleichen Jahres erfolgen. Zugestimmt wurde dem Glasfaseranschluss für die Mittelschule Ensdorf und das Rathaus Ensdorf. Der Bürgermeister wurde beauftragt, die mit 80 Prozent geförderte Maßnahme in die Wege zu leiten.

Der Freistaat Bayern hat sich zum Ziel gesetzt, die wichtigsten Verwaltungsleistungen bereits bis Ende 2020 online anzubieten. Mit dem Förderprogramm „Digitales Rathaus“ unterstützt er Investitionen in kommunale Online-Dienste, hieß es in der Sitzung. Um die Digitalisierung im Rathaus Ensdorf auf den Weg zu bringen, wurde eine Neueinführung eines Rathaus-Informationssystems mit den dazu notwendigen EDV-Programmen und eines digitalem Dokumentenmanagements zugestimmt. Die einmaligen Kosten für die Lizenz, Installation und Schulung liegen etwas über 30 000 Euro, die laufenden Gebühren bei monatlich 352 Euro. Auch die Aktualisierung und Umstellung der EDV-Programme im Rathaus des kommunalen Finanzwesens (Buchhaltung und Haushaltsplanung, Berechnung der Abgaben und Verbrauchsgebühren, Kassenwesen) wurde beschlossen. Die einmaligen Kosten belaufen sich auf etwas über 26 000 Euro, die monatlichen Gebühren auf 341 Euro. Die staatlichen Fördermaßnahmen sollen optimal ausgenutzt werden, versicherte Bürgermeister Markus Dollacker.

Für die Freiwilligen Feuerwehren im Gemeindebereich werden 34 Pager (Ensdorf 14, Wolfsbach und Thanheim je zehn) für die stille Alarmierung der Feuerwehrdienstleistenden angeschafft. Von den 34 Pagern werden 17 mit 80 Prozent gefördert, so dass Kosten von etwa 16 500 Euro zu erwarten sind. Zusätzlich müssen die drei Feuerwehrsirenen für je 1000 Euro plus Einbau digitalisiert werden. Zugestimmt wurde dem Beschluss über die weitere Kooperation mit dem Tierschutzverein und dem neuen Konzept der Fundtierunterbringung. Demnach zahlt die Gemeinde Ensdorf wie die anderen Kommunen dem Tierschutzverein für die erforderlichen Investitionen in die Neuerrichtung eines Hundetrakts und den Umbau des Personalheims und des Kleintiertrakts einen Betrag von maximal 15 Euro pro Einwohner in drei Raten. Zur Deckung seiner notwendigen Aufwendungen für die Verwahrung, Pflege und tierärztlichen Versorgung der aufgenommenen Fundtiere fällt eine jährliche Pauschale von 1,50 Euro je Einwohner an.

Dem Antrag der Fraktionen des Gemeinderates auf Behandlung und Abstimmung der Richtlinien für die Beurteilung von Freiflächen-Photovoltaikanlagen in der Gemeinde Ensdorf wurde bei drei Gegenstimmen stattgegeben. Die Richtlinien, die laut Bürgermeister Dollacker nur eine Richtschnur darstellen, sehen unter anderem eine Flächenbegrenzung auf 6500 m² pro Freiflächen-Photovoltaikanlage vor.

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