15.09.2019 - 10:31 Uhr
EnsdorfOberpfalz

Ensdorfer SPD nominiert Johann Ram zum Bürgermeisterkandidaten

Eindeutig war das Votum bei der Nominierungsversammlung der Ensdorfer Sozialdemokraten im DJK-Vereinsheim. Die Bürgermeisterkandidatur von Gemeinderat und SPD-Ortsvorsitzenden Johann Ram wurde ohne Gegenstimme befürwortet.

Nominierung erfolgreich gemeistert: Kreisrat Michael Rischke (rechts), Poppenrichts Bürgermeister Roger Hoffmann und Lisa Hartinger, Bürgermeisterkandidatin der Kümmersbrucker SPD gratulierten Johann Ram zur Nominierung. Blumen gab es für Rams Ehefrau Sonja (von links).
von Hubert SöllnerProfil

Einer, der es trotzt einer allgemeinen Schwäche der Sozialdemokraten geschafft hat, Gemeindeoberhaupt zu werden, ist Roger Hofmann. Der Poppenrichter Bürgermeister machte Johann Ram bei der Nominierungsversammlung der SPD viel Mut. "Alles ist möglich - und ich bin der Beweis dafür. Mit deiner starken Persönlichkeit - und die hast du - musst du um jede einzelne Stimme kämpfen", riet Roger Hofmann dem designierten Herausforderer des amtierenden Bürgermeisters Markus Dollacker von der CSU.

Johann Ram ist in Ensdorf kein unbeschriebenes Blatt. Nach einer Ausbildung zum Maschinenschlosser studierte Ram auf dem zweiten Bildungsweg das Fachlehramt für Allgemeinbildende Schulen und ist seit 1. September dieses Jahres Fachberater für das Fach Technik für allgemeinbildende Schulen im Landkreis Amberg-Sulzbach. Seit 1999 ist er mit seiner Frau Sonja verheiratet, und Vater einer Tochter und eines Sohns.

Transparenz gefordert

Er ist Mitglied in mehreren örtlichen Vereinen, Elternbeirat im Kindergarten und initiierte mit Gleichgesinnten das Ensdorfer Ferienprogramm. Johann Ram sieht die Ensdorfer SPD als Schrittmacher in der Gemeinde. So sei auf deren Initiative die zweigruppige Kindertagesstätte entstanden. "Die wir gerne zusammen mit unserer Nachbargemeinde Rieden gebaut hätten". Auf Anregung der Sozialdemokraten sei die Erneuerung der Wege im Friedhof in Angriff genommen worden. "Und auch das Baugebiet Strohberg Nord wurde nur durch unseren langen Atem möglich", sagte er.

Und er betonte: "Mein Anliegen ist es, dass die Gemeinde endlich die Herausforderungen, die sich jeden Tag stellen, nicht als Bedrohung, sondern als Möglichkeit sieht, die Zukunft nach den Bedürfnissen unserer Bürger zu gestalten". So sieht er es als notwendig an, alle relevanten Informationen für alle Mitglieder des Gemeinderats bereitzustellen, um für Transparenz bei Entscheidungen zu sorgen. Auch plädiere er für einen Kassensturz beim Verbrauchermarkt. "Denn alle Bürger sollen wissen, zu welchen Konditionen in unserer Gemeinde ein Einkaufsmarkt gebaut werden kann."

Zudem stehe er für einen Einstieg in die Städtebauförderung mit einer senioren- und kindergerechten Planung der Dorferneuerung. Die Planung und Umsetzung des seniorengerechten und betreuten Wohnens sei ihm, so der SPD-Bürgermeisterkandidat, ebenso wie der Ausbau der Thanheimer Straße vom Kindergarten bis zum DJK-Gelände und der staubfreie Anschluss aller Gemeindeteile an den Hauptort ein Anliegen.

"Packen wir's an"

Nach Auszählen der Stimmen und Bekanntgabe des Wahlergebnisses von 21 Ja-Stimmen und einer Enthaltung bei 22 Wahlberechtigten ermunterte nicht nur Poppenrichts Bürgermeister Roger Hoffmann den Kandidaten. Lisa Hartinger, 23-jährige Bürgermeisterkandidatin der Kümmersbrucker SPD, betonte, dass sie sich auf die Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung freue. Sie sei überzeugt, als Bürgermeisterin für Jung und Alt viel bewegen zu können. Mit einem Appell an das Engagement und die Unterstützung der Ensdorfer SPD-Mitglieder forderte Ram: "Packen wir's an."

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Aktuell und Wissenswert

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.