Ensdorf
08.03.2019 - 15:05 Uhr

Fokus auf Entwicklung der Gemeinde

Viele Themen sprechen sowohl Bürgermeister Markus Dollacker als auch die Ensdorfer bei der Bürgerversammlung an. Es geht um einen neuen Einkaufsmarkt und wie sich überhaupt der Ort künftig entwickeln wird.

„Lange Jahre hat sich im Ortskern nichts bewegt“, übte Wolfgang Fetsch harsche Kritik in seinem Antrag zu Maßnahmen und Projekten zur baulichen Förderung in der Gemeinde. Bild: sön
„Lange Jahre hat sich im Ortskern nichts bewegt“, übte Wolfgang Fetsch harsche Kritik in seinem Antrag zu Maßnahmen und Projekten zur baulichen Förderung in der Gemeinde.

Mit „Wir konnten im abgelaufenen Jahr 200 Jahre Ensdorf feiern“ eröffnete Bürgermeister Markus Dollacker die Bürgerversammlung im Gasthaus Dietz. Wie in den vorangegangenen Versammlungen in Wolfsbach und Thanheim präsentierte er relevante Daten der Gemeinde. Ensdorfs Pro-Kopf-Verschuldung betrage derzeit 398 Euro. Tiefer stieg Dollacker in örtliche Themen ein, sagte zum Edeka-Markt im Dienstleistungszentrum Don Bosco: „Ich bin guter Dinge, dass wir das hinbekommen. Wir arbeiten zusammen mit Edeka daran." Die Neuanschaffung je eines MLF für die Feuerwehren Ensdorf und Wolfsbach erläuterte er ebenso wie die Sanierung der Wege und Gräberfelder des Ensdorfer Friedhofs sowie des Landschaftskinos am Eggenberg.

Beim Bauhof würden unterfahrbare Salzsilos ausgelagert, so dass nun eine vernünftige Planung für einen Neubau möglich sei. Näher ging der Bürgermeister auf den Bau der Kinderkrippe und des barrierefreien Übergangs ein, betonte: „Der Kostenrahmen wurde eingehalten."

Weitere Themen waren der Torbogenausbau in Hirschwald, die Neugestaltung des Pausenhofs in der Mittelschule sowie der Bildungspakt und Bayern Digital II an der Mittelschule. „Ein auf mehrere Jahre angelegtes Förderprogramm für Hard- und Software und gewaltige Investition in die schulische Bildung." Zur Trassenführung Süd-Ost-Link merkte Dollacker an, dass, könne die bevorzugte Trasse nicht gebaut werden, die Linie durch Ensdorfer Gebiet führen würde.

Vier schriftliche Anträge waren zur Bürgerversammlung eingegangen. In die gleiche Richtung, auf Sanierungsmaßnahmen im Rahmen der Städtebauförderung, zielten der Antrag von Karin und Rolf Peuker sowie Wolfgang Fetsch. „Die Gemeinde Ensdorf hat das Städtebauförderprogramm ab dem Jahr 2001 verlassen müssen, da sie nicht mehr genügend Eigenmittel aufbringen konnte“. Jede Maßnahme des Städtebauförderungsprogramms bedinge Eigenmittel der Gemeinde, so Dollacker.

Hierzu warf Fetsch die Frage nach Planungen der Gemeinde auf Basis von Förderprogrammen wie ISEK (Integriertes Städtisches Entwicklungskonzept) oder ILEK (Integriertes Ländliches Entwicklungskonzept) auf. Dollacker meinte, in den nächsten zwei Jahren seien keine Maßnahmen geplant. Auf die Frage nach den künftigen Vorstellungen zur Entwicklung der Gemeinde verwies Dollacker auf die studentischen Untersuchungen der TH Nürnberg. „Wie diese Ideen in ein zukünftiges Entwicklungskonzept einfließen können, ist Aufgabe des Gemeinderates." Ein weiterer Antrag von Wolfgang Fetsch befasste sich mit der Sicherung von gemeindeeigenen Grundstücken am Uschlberg und Maßnahmen zur Verbesserung der dortigen Biotopstruktur. Hierzu erfuhr er, dass die vorhandenen Biotopflächen in Uschlberg aus früheren Förderprogrammen entwickelt worden seien und derzeit entsprechend gepflegt werden. Zwei weitere Ausgleichbebauungspläne seien für eine Erweiterung und Aufwertung der Biotopflächen in Uschlberg vorsehen.

Zum dritten Antrag von Fetsch „Errichtung eines Einkaufmarkts in Ensdorf“ entspann sich ebenfalls eine lebhafte Diskussion. Zwar gebe es keine explizite Zusage, so der Bürgermeister, aber die Edeka AG habe das Grundstück gekauft. Die Gemeinde Ensdorf unterstütze die Edeka AG, „denn die Vorergebnisse sind recht ansprechend, können öffentlich noch nicht besprochen werden".

„Jede Maßnahme des Städtebauförderungsprogramms bedingt Eigenmittel der Gemeinde, die wir derzeit nicht schultern können“, so Bürgermeister Markus Dollacker. Bild: sön
„Jede Maßnahme des Städtebauförderungsprogramms bedingt Eigenmittel der Gemeinde, die wir derzeit nicht schultern können“, so Bürgermeister Markus Dollacker.
Beim Bau der Kinderkrippe und des barrierefreien Übergangs sei der Kostenrahmen eingehalten worden, betonte Bürgermeister Markus Dollacker. Bild: sön
Beim Bau der Kinderkrippe und des barrierefreien Übergangs sei der Kostenrahmen eingehalten worden, betonte Bürgermeister Markus Dollacker.
Auch Renate Peuker brachte sich beim Thema städtebauliche Entwicklung intensiv in die Diskussion ein. Bild: sön
Auch Renate Peuker brachte sich beim Thema städtebauliche Entwicklung intensiv in die Diskussion ein.
 
Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.