26.04.2021 - 11:33 Uhr
EnsdorfOberpfalz

Gemeinde Ensdorf Ende des Jahres schuldenfrei

Bürgermeister Hans Ram spricht von einem historischen Haushalt. Und angesichts der prekären finanziellen Lage zahlreicher Kommunen ist er das wohl auch. Denn mit dem 7,4-Millionen-Euro-Etat von 2021 ist die Gemeinde Ensdorf schuldenfrei.

Das können nur wenige Kommunen von sich behaupten: Auf Grundlage des einstimmig im Gemeinderat abgesegneten Haushalts 2021 ist die Gemeinde Ensdorf am Jahresende schuldenfrei.
von Autor TRAProfil

Der Haushaltsplan 2021 stand im Mittelpunkt der jüngsten Sitzung des Ensdorfer Gemeinderats. Das schlussendlich einstimmig beschlossene Zahlenwerk hat ein Gesamtvolumen von 7 390 400 Euro, es schließt im Verwaltungshaushalt mit 4 266 200 Euro und im Vermögenshaushalt mit 3 124 200 Euro.

„Wir dürfen diesen Haushalt durchaus historisch nennen. Wir haben heute die Möglichkeit, unsere Gemeinde schuldenfrei zu machen“, stellte Bürgermeister Hans Ram in seinen einleitenden Worten fest. Dieser von Gemeindeverwaltung und allen Gemeinderäten ausgearbeitete Etat "wahrt die Balance zwischen Investitionen in die Zukunft der Gemeinde Ensdorf und Sparsamkeit“. Im Haushalt enthalten seien Projekte wie die Erneuerung und Modernisierung der Mittelschule Ensdorf, der Bau von barrierefreien Bushaltestellen in Wolfsbach, Maßnahmen im Dienstleistungszentrum Don Bosco, der Erwerb von Grundstücken für ein neues Baugebiet im Ort Ensdorf sowie die Erhaltung und Erneuerung der Infrastruktur oder die Ausstattung der Feuerwehren.

CSU-Fraktionssprecher Klaus Hernes begrüßte, dass die bereits in den vergangenen Jahren eingeleiteten Maßnahmen hinsichtlich der Digitalisierung, im Baugebiet Strohberg-Nord, beim Umbau des Sportheims der DJK Ensdorf und dem nachhaltigen Schuldenabbau konsequent weiterverfolgt werden. Allerdings seien mit diesem Haushalt 2021 die Rücklagen aufgebraucht, weshalb "verantwortungsbewusst und optimal mit den Mitteln zu haushalten ist". Genau dies aber vermisse die CSU-Fraktion bei der Planung des neuen Bauhofs. Zu langsam gehe der CSU die Modernisierung und Vergrößerung der Offenen Ganztagsschule sowie die Digitalisierung der Mittelschule.

Die Bereitstellung der Mittel für diese Maßnahmen, die Investitionen für den Kanal- und Wasserkataster, die Erneuerung des Wassernetzes sowie die Maßnahmen zur Aufwertung der DJK-Sportanlagen und zum Straßenunterhalt hob SPD-Sprecher Hans Eichenseer hervor. „Die Rückzahlung der auslaufenden Kredite ist einerseits erfreulich, andererseits hätten diese für eine Staubfreimachung der Ortsverbindungsstraße nach Hirschwald und Seidlthal Anwendung finden können“, sagte er.

Wie seine Vorredner bedankte sich Roland Müller von der BDL vor allem bei Kämmerin Brigitte Zitzler für den „schönen, kurzen und übersichtlichen Haushaltsentwurf“, zu dem er anmerkte, dass der Etat gemeinsam aufgestellt worden sei, weshalb ihm so einige „Kleinigkeiten zwischen den Zeilen“ nicht so gefallen hätten. Für die Rückzahlung der Darlehen sei er sehr dankbar. Er werde „weiterhin auf der Bremse des Geldausgebens stehen“, versprach Müller.

Trotz der Bedenken der CSU-Fraktion verabschiedete der Gemeinderat den Haushaltsplan 2021 einstimmig, ebenso den Finanzplan für die Jahre 2022 bis 2024 und das Investitionsprogramm der Jahre 2020 bis 2024. Auch die Rückzahlung der letzten zwei auslaufenden Darlehen mit einer Summe von 841 045 Euro wurde einstimmig genehmigt, so dass die Gemeinde am Jahresende praktisch keine Schulden mehr aufweist.

„Wir dürfen diesen Haushalt durchaus historisch nennen. Wir haben heute die Möglichkeit, unsere Gemeinde schuldenfrei zu machen.“

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