27.09.2021 - 16:22 Uhr
EnsdorfOberpfalz

Gemeinde Ensdorf will Jugendliche mit ihren Anliegen ernst nehmen

von Externer BeitragProfil

Um Jugendliche früh in das gesellschaftliche Leben einzubinden und zum aktiven Mitgestalten zu animieren, hat die Gemeinde Ensdorf im Juli unter Leitung ihres Jugendbeauftragten Klaus Hernes insgesamt 217 Jugendliche der Jahrgänge 2000 bis 2010 zu verschiedenen Themen des Gemeindelebens befragt. Immerhin etwa 40 Prozent der Befragten machten von dieser Möglichkeit Gebrauch.

Ziel war es, den jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, Ideen, Impulse oder konkrete Projekte anzuregen. So sollten sie aktiv und möglichst direkt am Gemeindeleben teilnehmen. Gerade im Anschluss an die Corona-Maßnahmen, die für Jugendliche besondere soziale Herausforderungen gebracht hätten, "waren das Zuhören und Verstehen von besonderer Wichtigkeit", so Klaus Hernes. Jugendliche sollten eine selbstbewusste Demokratie leben und erleben und sich aktiv in der Gesellschaft einbringen.

Die Umfrage erfolgte vollkommen anonym und via Internet. Mittels eines QR-Codes gelangten die Jugendlichen zu den insgesamt 34 Fragen, um diese zu beantworten. Die Voraussetzungen schuf Julian Pusch, der auch den Inhalt mitgestaltete. Neben allgemeinen Aspekten zur aktuellen Situation und den Interessen wurde beispielsweise nach Treffpunkten mit Freunden und Lieblingsplätzen, nach Neuigkeiten in der Gemeinde und Verbesserungsmöglichkeiten. Verbunden mit beispielsweise der Frage: „Wenn Du für einen Tag Bürgermeister sein könntest, was wäre das Erste, dass Du machen würdest?“

Aktuell sind viele Jugendliche in Vereinen organisiert, deren Ehrenamtliche mit großem Engagement vielfältige Angebote gestalten. Eine gut entwickelte soziale Infrastruktur für Kinder, Jugendliche und Familien ist laut Hernes ein wichtiger Standortfaktor für eine zukunftsfähige Kommune. Dazu wurde in Ensdorf bereits Anfang 2019 in Kooperation mit Rieden und Kümmersbruck, dem Bildungshaus Kloster Ensdorf und dem Kreisjugendring der Grundstein für eine erfolgreiche professionelle Gemeindejugendarbeit gelegt. Als kommunale Jugendpflegerin konnte seinerzeit Helena Schubert gewonnen werden. Direkter Handlungsbedarf für den Gemeinderat und den Bürgermeister leitet sich aus verschiedenen Fragen ab. Ein Beispiel: „Fühlst du dich als Jugendlicher in unserer Gemeinde ernst genommen?“ 70 Prozent der Teilnehmer antworteten mit „geht so“ oder „Nein“.

Als nächster Schritt soll in Ensdorf hierzu ein Jugendforum stattfinden. Es ist für Mittwoch, 6. Oktober, von 18 bis 20 Uhr in den Räumen des Bildungshauses angesetzt. Schwerpunkt soll eine Diskussion mit interessierten Jugendlichen über die Umfrageergebnisse sein mit dem Ziel, konkrete Maßnahmen und erste Projektideen zu entwickeln. Die Umfrageergebnisse mit den gemeinsam definierten Maßnahmen werden im Anschluss zentral auf der Homepage der Gemeinde Ensdorf eingestellt.

„Die politisch Verantwortlichen haben dann die Möglichkeit, ja sogar die Aufgabe, Anliegen und Projekte der Jugendlichen im Gemeinderat einzubringen. Unsere jungen Mitbürger sollen erfahren, dass Mitwirkung auch Ergebnisse bringt“, erklärt Hernes.

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