04.11.2020 - 11:34 Uhr
EnsdorfOberpfalz

"Ein geradezu historischer Erfolg" für SPD Ensdorf

Der SPD-Ortsverein Ensdorf verabschiedet zwei langjährige Gemeinderäte (von links): Sigrid und, Gust Berschneider, Bürgermeister Hans Ram, Zweiter Vorsitzender Bastian Bartmann sowie Werner und Sieglinde Scharl.
von Externer BeitragProfil

Die SPD Ensdorf spricht von einem geradezu historischen Erfolg. Bei den Kommunalwahlen wurde der Ortsvorsitzende Hans Ram zum Bürgermeister gewählt. Darauf blickt man bei der Mitgliederversammlung gern zurück.

Im Wittelsbacher Saal fand die erste Mitgliederversammlung des SPD-Ortsvereins nach dem Wahlsieg statt. Dabei waren die Delegierten für die Wahl des Bundestagskandidaten zu bestimmen und ehemalige SPD-Gemeinderäte zu verabschieden. Hans Ram wurde zum Delegierten, Bastian Bartmann zum Ersatzdelegierten für die Bundeswahlkreiskonferenz gewählt.

„Die Corona-Pandemie hat vieles verändert und bestimmt massiv den Alltag, ob im privaten oder beruflichen, vor allem im gesellschaftlichen Bereich“, sagte der stellvertretende Ortsvorsitzende Bastian Bartmann vor zahlreichen Mitgliedern einleitend. Die erreichten sechs Sitze im Ensdorfer Gemeinderat und die Wahl des Vorsitzenden Hans Ram zum Bürgermeister sollten ursprünglich bei Schweinebraten und Fassbier mit den Mitgliedern im Wolfsbacher Schützenheim gefeiert werden. Die Einladungen waren schon gedruckt, doch wegen Covid-19 musste das Fest kurzfristig abgesagt werden.

Hans Ram ging in seinem Grußwort auf die Gemeindepolitik ein. „Mit dem Einstieg in die Planung des Glasfaserausbaus ist ein wichtiger Markstein gesetzt worden. Daneben haben wir beim Vermessen des Baugebiets in Wolfsbach kräftig Gas gegeben, damit die ersten Familien dieses Jahr noch bauen können." Ein wichtiger Bereich seiner Arbeit sei die Weiterentwicklung der Mittelschule. Zusammen mit der Verwaltung sei man gerade dabei, die nötigen Schritt einzuleiten, damit im kommenden Schuljahr alle Schüler mit Tablets online seien.

Der Höhepunkt des Abends war die Verabschiedung der ehemaligen Gemeinderäte Werner Scharl und Gust Berschneider. Werner Scharl war zwölf Jahre Mitglied des Gremiums, davon neun Jahre als SPD-Fraktionssprecher. Als Initiator der Kindergrippe war er auch an deren Entwicklung wesentlich beteiligt. Außerdem organisierte er zehn Jahre lang das Gemeindefest. Als Jugendbeauftragter hob er das Ferienprogramm aus der Taufe. Für diese und noch viel mehr Verdienste erhielt er den Ehrenbrief der SPD. „Werner Scharl ist nicht nur ein Sozialdemokrat durch und durch, er ist auch ein toller Mensch“, würdigte Bastian Bartmann in seiner Laudatio. Als Dankeschön gab es einen Präsentkorb und für seine Frau einen Blumenstrauß.

Der zweite ausgeschiedene Gemeinderat ist ein echtes Urgestein der Ensdorfer SPD. Gust Berschneider war 30 Jahre lang Mitglied des Gemeinderats. „Ein streitbarer, herzlicher Genosse mit dem Herz am rechten Fleck“, beschrieb ihn Bastian Bartmann. Bereits in der Grundschule habe er den Namen des Gemeinderats Berschneider im Heimat- und Sachkundeunterricht auswendig gelernt, sagte Bartmann. Als Vor- und Querdenker, der den Ortsverein positiv geprägt hat, ist Berschneider bekannt, der zweimal Bürgermeisterkandidat der SPD und auch Zweiter Bürgermeister von Ensdorf war. Zum Dank und als Würdigung für seine Leistungen bekam er ebenfalls den Ehrenbrief und darüber hinaus noch die Willy-Brand-Ehrenmedaille, die höchste Auszeichnung, die die Partei an ihre Mitglieder vergibt. Hinzu kam ein Geschenkkorb und für seine Frau ein Blumenstrauß.

Bastian Bartmann, kommissarischer Vorsitzender
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