30.01.2020 - 14:31 Uhr
EnsdorfOberpfalz

Jugendzeltplatz erhält Segen des Gemeinderats Ensdorf

Der Ensdorfer Gemeinderat bewältigte eine umfangreiche Tagesordnung. Ein Bauntrag fällt bei der Abstimmung durch. Von "arglistiger Täuschung" ist sogar die Rede.

Für die gemeindlichen Bauplätze im Baugebiet "Strohberg-Nord" in Wolfsbach erließ das Gremium Vergaberichtlinien
von Autor TRAProfil

Eine längere Diskussion löste ein Bauantrag auf Neubau eines Einfamilienhauses mit Garage in Wolfsbach aus. Die Errichtung des Gebäudes erfolgte zunächst im Freistellungsverfahren. Allerdings erwies sich der Neubau nicht so wie im Plan angegeben, weshalb das Landratsamt den Bau einstellte. Mit dem eingereichten Plan sollten nun die Abweichungen vom Bebauungsplan genehmigt werden.

Gemeinderat Hans Bösl sah in der Vorgehensweise eine "arglistige Täuschung". Da außerdem eine Nachbarunterschrift fehlte, sprach sich das Gremium mit zehn zu zwei Stimmen gegen eine Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes aus. Einstimmig genehmigt wurden der Bauantrag für eine Produktionsstätte mit Wohneinheit und Erneuerung der Garagen in der Hauptstraße 22 in Ensdorf sowie der Bauantrag auf Errichtung eines Jugendzeltplatzes auf dem ehemaligen Klostersportplatz aus. Hiergegen hatte Herbert Weiß schriftlich Einspruch eingelegt, begründet unter anderem mit Lärmbelästigung und schlechter Zufahrt. Die Wegekosten bis zum Grundstück übernimmt die Gemeinde, so ein Beschluss bei der Behandlung der Bauvoranfrage. Die Kosten für die Wasser- und Abwasserleitung zur Thanheimer Straße sind vom Bauträger zu tragen.

Derzeit laufen die Ausschreibungen zur Errichtung eines Salzlagersilos und einer zwölf auf acht Meter großen Lagerhalle sowie Schüttboxen auf einer Länge von 24 Metern für den Bauhof in der Nähe des Schotterwerks in Wolfsbach. Um einen schnellen Beginn der Arbeiten zu gewährleisten, wurde Bürgermeister Markus Dollacker ermächtigt, den Auftrag für die Baumeister- sowie für die Zimmerer- und Dachdeckerarbeiten zu erteilen.

Für das Baugebiet Strohberg-Nord in Wolfsbach erließ das Gremium für die gemeindlichen Bauplätze Vergaberichtlinien, die eine Baupflicht innerhalb von drei Jahren vorsehen. Bewerben sich mehrere Bewerber auf ein Wunschgrundstück, entscheiden die Punkte im Vergabeverfahren. Je 50 Punkte werden in den Ortsbezugskriterien (Hauptwohnsitz, Arbeit im Gemeindebereich, ehrenamtliche Tätigkeit) und in den Sozialkriterien (Familienstand, Kinder, Schwerbehinderung) vergeben.

Beschlossen wurde, dass der Anteil der gemeindlichen Jugendarbeit mittels interkommunaler Zusammenarbeit mit Kümmersbruck und Rieden für die Gemeinde Ensdorf von bisher vier auf sieben Wochenstunden erhöht wird. Neu festgesetzt wurde auch die Höhe der Entschädigungen für die Wahlhelfer. Bei Kommunalwahlen wird die Entschädigung von 60 auf 75 Euro erhöht, für Landtags-, Bundestags- und Europawahlen sowie andere Wahlen und Abstimmungen von 40 auf 60 Euro.

Für den behindertengerechten Umbau von Terrasse und Sportheim sowie die Erneuerung der Heizung haben der BLSV rund 35 000 und die "Aktion Mensch" circa 15 500 Euro zugesagt. Die Zuschüsse werden der DJK bis zur tatsächlichen Auszahlung von der Gemeinde vorfinanziert. Eine Umwidmung der Gemeindestraße von Dornberg nach Siegenthann hat Roland Müller beantragt, wofür zunächst weitere Informationen eingeholt werden sollen.

Der Bauantrag für einen Jugendzeltplatz auf dem ehemaligen Salesianer-Sportplatz wurde genehmigt
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