14.06.2022 - 16:11 Uhr
EnsdorfOberpfalz

Kastls ungarische Partnergemeinde holt sich Energiespartipps in Ensdorf

Eine Abordnung aus der Kastler Partnergemeinde Ersekcsanad (Ungarn) hat das Zentrum für Erneuerbare Energien (ZEN) in Ensdorf besucht. Vom Energiesparen bis zu Photovoltaik, Solar und zur Hackschnitzelheizung reichten die Themen.

Unter der Anleitung von Karl-Heinz Hofbauer vom ZEN durften die ungarische Gäste des Marktes Kastl auch das Energiefahrrad ausprobieren und Strom erzeugen.
von Paul BöhmProfil

Eine Abordnung aus der Partnergemeinde Ersekcsanad des Marktes Kastl im südlichen Ungarn nahe der Grenze zu Serbien und Kroatien ist derzeit zu Besuch in der Oberpfalz. Die Gäste nutzten die Visite, um sich über Möglichkeiten der Energieeinsparung für ihre Gemeinde zu informieren. Deshalb gehörte laut Kastls Bürgermeister Stefan Braun auch ein Besuch im Zentrum für erneuerbare Energien (ZEN) in Ensdorf dazu. Dort bekamen die Gäste Informationen aus erster Hand

Markus Dollacker, stellvertretender ZEN-Vorsitzender, stellte die Einrichtung vor. Zweck des Vereins sei, den Umwelt- und Klimaschutz zu fördern, die Nutzung erneuerbarer Energiequellen, insbesondere der Sonnenenergie, ökologisches Bauen und Sanieren, den Einsatz umweltfreundlicher Technologien im Bauwesen und die Realisierung von Energieeinsparungspotentialen voranzutreiben. Ein weiterer Punkt sei, das Verbraucherverhalten in der Region durch öffentliche Information von unabhängigen Stellen über neue Erkenntnisse im Umweltschutz positiv beeinflussen.

Bei einem Rundgang durch die Anlagen von Kloster Ensdorf zeigte dessen Verwaltungsleiter Jürgen Zach den ungarischen Gästen die umfangreichen Möglichkeiten auf, wie man erneuerbare Energieträger einsetzen kann. Beeindruckt zeigten sich die Gäste, dass die Heizungsanlage im Kloster schon seit annähernd 20 Jahren mit Hackschnitzeln aus der Produktion heimischer Waldbauern betrieben wird. Über den Naturpark Hirschwald und seine Entstehungsgeschichte informierte Markus Dollacker. Er sprach die Grundidee eines Naturparks an und erwähnte auch dessen Ausrichtung in der Region als künftiger Wirtschaftsfaktor.

Von der ungarischen Delegation war zu hören, dass sie aus der Ensdorfer Exkursion viele Ideen mit in ihre Heimatgemeinde nimmt. In den nächsten Jahren soll das eine oder andere Projekt angegangen werden, hieß es seitens der Ungarn, die Kastls Bürgermeister Stefan Braun und sein Stellvertreter Andreas Otterbein nach Ensdorf begleitet hatten. Bei einem gemeinsamen Essen in der Klosterküche wurde der Erfahrungsaustausch fortgesetzt.

 
 

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