25.11.2019 - 13:05 Uhr
EnsdorfOberpfalz

Neuwahlen bei der Caritas-Sozialstation Ensdorf

Die Jahreshauptversammlung der Caritas-Sozialstation Dekanat Ensdorf brachte große Veränderungen im Vorstandsgremium.

Der neugewählte Vorsitzende der Caritas-Sozialstation Dekanat Ensdorf, Pfarrer Pater Slawomir Niemczewski (Mitte) mit Geschäftsführer Diakon Richard Sellmeyer, Caritas-Geschäftsführer Günter Koller, dem scheidenden stellvertretenden Vorsitzenden Christian Wenkmann und Revisor Josef Huf (von links).
von Hubert SöllnerProfil

Für Pfarrer Hermann Sturm, der 20 Jahre als Vorsitzender der Sozialstation wirkte, wurde Pfarrer Slawomir Niemczewski als Nachfolger gewählt. Dessen Stellvertretung übernahm, Christian Wenkmann kandidierte nicht mehr, Pfarrer Werner Sulzer. Geschäftsführer wird nach Satzung Diakon Richard Sellmeyer, da sich, wie Caritas-Geschäftsführer Günter Koller erläuterte, im Bereich der Hauptamtlichen im Kreisverband Einschneidendes verändert habe. Revisoren bleiben Pfarrer Gottfried Sturm und Josef Huf. Mit einem Gebet hatte eingangs Pfarrer Slawomir Niemczewski die Versammlung im Pfarrsaal eröffnet.

Günter Koller blickte in seinem Tätigkeitsbericht auf das abgelaufene Jahr zurück. So habe sich nach dem Unfall von Erika Wiesen die Einstellung von Sabine Arnoldo als Glücksfall erwiesen. Die MDK-Prüfung ergab die Note 1,3. Hohe Anforderungen, so Koller, stelle die generalistische Pflegeausbildung. Die Präventionsverordnung erfolge in Abstimmung mit dem Diözesan-Caritasverband und dem Bistum Regensburg. "Die Entwicklung der Organisation in Zusammenarbeit mit der Katholischen Akademie für Pflege ist abgeschlossen und hat die Sozialstation weitergebracht. Mit Fullhosting wurden große Datenschutzprobleme gelöst, wobei der Datenschutz künftig in Zusammenarbeit mit den Sozialstationen Amberg, Hirschau und Sulzbach-Rosenberg überwacht wird."

Erfreulich sei, so der Caritas-Geschäftsführer weiter, dass der Landkreis die Fachstelle für pflegende Angehörige mit 4500 Euro jährlich fördere. Für Essen auf Rädern seien zwei geeignete Fahrzeuge angeschafft worden. "Auch das erstmals veranstaltete Patienten-Herbstfest war ein voller Erfolg." Weiter berichtete er von der Einladung durch MdB Alois Karl an zwei Mitarbeiterinnen nach Berlin, von der Teilnahme an der Verabschiedung von Pfarrer Sturm und der Amtseinführung von Pfarrer Niemczewski.

Viele Zahlen gab es bei Kollers Tätigkeitsbericht: Die Klientenzahl sei mit Pflegeeinsatz von 2017 auf 2018 von 313 auf 383, der Personalstand von 43 auf 52 gestiegen. Bemerkenswert sei, dass 54 Patienten mit Hausnotruf ausgestattet sind und die Nachfrage beim Essen auf Rädern anstieg. Die Fahrzeugflotte wurde von neun im Jahr 2010 bis 2018 auf 16 erhöht, die gefahrenen Kilometer stiegen von 262 444 auf 366 367. Detailliert legte Koller in Einnahmen und Ausgaben den Finanzbericht 2018 dar. Er betonte: „Nach guten Jahren müssen wir leider im Vergleich zum Vorjahr ein leichtes Defizit durch gestiegenen Personalaufwand verbuchen.“ Hier verwies Koller auf den durch die Caritas gezahlten Tariflohn mit Zusatzversorgung wie im öffentlichen Dienst. Nach dem Revisionsbericht durch Josef Huf wurde der Haushaltsvoranschlag 2019 ohne Gegenstimmen angenommen. Die Umlage der Mitgliedspfarreien für das Jahr 2020 blieb gleich.

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