„Die ursprüngliche Mühle bestand seit mindestens 1650, Mahlsteine und Förderbänder wurden mit Hilfe eines Holzwasserrades, das heißt durch die Wasserkraft der Vils, angetrieben“, ging Betreiber Karl Senft bei einer Besichtigung im Zuge der Senioren-Aktiv-Wochen auf die Geschichte der Wasserkraftanlage ein. Viel später sei das Sägewerk gebaut worden.
Seit 1926 diente das Wasserkraftwerk anstelle der Wasserräder zum Antrieb der Mühle und des Sägewerks, „aber zusätzlich auch zur Stromerzeugung“. In den 50er-Jahren sei die Mühle, später das Sägewerk, stillgelegt worden, 1995 wurde das Wasserkraftwerk renoviert und unter anderem mit einem Ölbadgetriebe statt der Riementransmission ausgestattet.
Im Turbinenhaus ging Senft auf den Ablauf bis zur Stromerzeugung ein. Er erläuterte den Weg des Wassers durch die Druckkammer zum Leitwerk und Laufrad, welches durch das hinabfallende Wasser zum Drehen gebracht wird. Die auf dem Laufrad befindliche Welle übertrage die Drehung der Turbine auf das Getriebe, wo die Drehzahl dem Generator angepasst werde. Der Generator wandle die Drehbewegung in Strom um. Über Schaltanlage und Stromzähler gelangen etwa 220 000 Kilowatt in den Eigenverbrauch und an das Versorgungsunternehmen welcher ihn an die Verbraucher weiterleite.
Zur Funktionsweise der gesamten Wasserkraftanlage müsse man wissen, erklärte Senft, dass er eigentliche Verlauf der westliche Flussarm sei. Ein Wehr sorge dafür, dass der größte Teil des Vilswassers in den Werks-kanal fließe, 80 Meter unterhalb wird es wieder in die Vils geleitet. Vor zehn Jahren sei das alte Streichwehr zu einer Fischtreppe umgebaut worden. Höhenunterschiede wurden dabei entfernt oder verringert.















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