08.10.2019 - 17:39 Uhr
EnsdorfOberpfalz

Tag der Regionen: Lokal einkaufen ist Klimaschutz

Fridays for Future, Bienen-Volksbegehren: im Klima- und Umweltschutz tut sich was. "Man redet inzwischen darüber", betonte Wolfhard-Rüdiger Wicht, Leiter des Landwirtschaftsamtes. Fehlt nur noch das konkrete Handeln.

von Hubert SöllnerProfil

Auch kleine Schritte jedes einzelnen könnten in der Summe zu mehr Klima- und Umweltschutz beitragen - etwa mit Lebensmitteln aus der Region, unterstrich Wicht bei der Eröffnung des Tages der Regionen und des Erntemarkts. Letzterer sei Werbung dafür, "Klima und Ressourcen zu schonen und auch Betriebe vor Ort und damit Wertschöpfung in der Region zu erhalten".

Konsum auf kurzen Wegen

Für Melanie Hahn, Leiterin der Umweltstation des Klosters, bot der 21. Tag der Regionen unter dem Motto "Klimaschutz der kurzen Wege" alles, was zu einem ökologischen, sozialen und nachhaltigen Lebensstil gehört. Beim Erntedankmarkt bedankten sich die Menschen bei Gott für die Erde und ihre Früchte, "für die Fülle an Nahrungsmitteln, die es bei uns gibt". Dabei stellte Hahn die Frage in den Raum, ob es heute noch sinnvoll sei, "wenn das meiste, was wir konsumieren, weitergereist ist als wir selbst". Der hohe Energieaufwand für weite Transportwege und Treibhäuser habe großen negativen Einfluss auf Klima und Umwelt. Hahn betonte: "Regional einkaufen bedeutet auch sozial einkaufen - und Klimaschutz durch kurze Wege."

Radeln für Strom

"Zu bummeln, schauen und zu kaufen", das riet Bürgermeister Markus Dollacker den Gästen des Aktionstags. Die Ensdorfer Volksmusik spielte zur Eröffnung und auch danach, am Nachmittag übernahm die Ensdorfer Blasmusik diesen Part. Die Aussteller präsentierten sich und ihre Angebote im Klosterhof und im Kreuzgang. Das Zentrum für erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit (ZEN) informierte über E-Mobilität und am Energiefahrrad konnten Kinder und Erwachsene Strom über Glüh- oder Energiesparlampen erzeugen.

Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, der Naturpark Hirschwald und der Bund Naturschutz informierten über ihre Arbeit. Der Historische Verein Ebermannsdorf war mit Köhlern und einer Schmiede vertreten, der Freundeskreis des Klosters hatte einen Flohmarkt aufgebaut. Am Stand der Umweltstation konnte man Schlüsselanhänger aus Kastanien basteln. Vielfältig waren die angebotenen Produkte - die Palette reichte von Schmuck und Spielsachen bis zu Dekorationsartikeln und Seifen.

Natürlich war auch an Gaumenfreuden gedacht: Da gab es Biogemüse und -obst, Weine, Apfelsaft und Federweißen, geräucherte Fische, Bio-Butter, Salami und Obatztn, Wurst, Biokäse, Liköre, Honig und Marmeladen und Brotspezialitäten. Die Pfadfinder waren für die Getränke zuständig, die Klosterküche für das Kulinarische, der Frauenbund für die Cafeteria im Pfarrsaal. Weitere Bilder im Internet: www.onetz.de/

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