"Ein Bürgermeister solle sehr darauf achten, dass ihn die Gemeinde mehr liebe als fürchte, solle sich auch nicht gemein mit den Leuten machen, allzu gesellig sein", schrieb Johannes Frauenberg, der um 1476 in Görtlitz Ratsherr war. Stellvertretender CSU-Ortsvorsitzender Klaus Hernes zitierte die Worte des Görlitzer Stadtschreibers, als er Bürgermeister Markus Dollacker gratulierte. Dieser feierte nämlich seinen 50. Geburtstag. Und der Görlitzer Stadtschreiber wusste auch noch, "dass ein Bürgermeister auf seine Stimme, sein Gesicht und seine Bewegungen achten, ehrbar gekleidet und den Einwohnern ein würdiger Anblick und Vorbild sein soll".
Viele Gratulanten waren am Samstagnachmittag in den Wittelsbacher Saal gekommen, um Dollacker zu beglückwünschen: Landrat Richard Reisinger, die Bürgermeister Roland Strehl (Kümmersbruck), Josef Gilch (Ebermannsdorf), Erwin Geitner (Rieden), Peter Braun (Schmidmühlen), Florian Junkes (Hohenburg) und Stefan Braun (Kastl), CSU-Bundestagsabgeordneter Alois Karl, Bezirksrat und ZEN-Fördervereinsvorsitzender Richard Gaßner, Pater Hermann Sturm und Klosterdirektor Pater Christian Liebenstein. Auch Vereinsvertreter, Familienangehörige und Freunde reihten sich in die Schar der Gratulanten ein und überreichten Markus Dollacker zahlreiche Geschenke.
Dollacker freute sich, eine Geburtstagstorte mit Emblem des Naturparks Hirschwald anschneiden zu dürfen und lud zu Kaffee und Kuchen. CSU-Ortsvorsitzender Johann Bösl und dessen Stellvertreter Klaus Hernes gaben dem Ensdorfer Bürgermeister weitere gute Ratschläge, die der Görlitzer Stadtschreiber Frauenberg bereits 1476 verfasst hatte, und überreichten dem Geburtstagskind ein Getränketragerl mit meist Alkoholfreiem sowie einen Zuschuss für eine Urlaubsreise.
Außerdem schenkten sie dem Bürgermeister das Bild eines Stammbaums von einem Ensdorfer Künstler, auf dem sich jeder Anwesende mit Fingerabdruck und Unterschrift zu verewigen habe - "sonst wird er zu Dollackers 60. nicht eingeladen". Offiziell im Namen des Gemeinderates gratulierte Zweiter Bürgermeister Karl Roppert. Ein Abendessen aus der Ensdorfer Klosterküche rundete die Feier ab.


















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