28.01.2020 - 10:40 Uhr
EnsdorfOberpfalz

Um Grabsteine als Zeitzeugen kümmern

Den Vorschlag unterbreitet der Heimat- und Kulturverein Ensdorf. In der Jahreshauptversammlung wurde Bilanz gezogen.

von Autor LMAProfil

Bei der gut besuchten Jahreshauptversammlung des 2007 gegründeten Heimat- und Kulturvereins (HKV) im Fürstensaal berichtete Vorsitzender Gerhard Tschaffon von den Aktivitäten im vergangenen Jahr.

Besucht wurde die Informations-veranstaltung des Landesverbandes Vogelschutz mit Vorsitzendem Norbert Schäffer zum Volksbegehren "Rettet die Bienen" in Kümmersbruck. Auf bewährte Weise hatte Isabel Lautenschlager wieder die Fragen für das Quiz am Seniorennachmittag der Jakobi-Kirchweih zusammengestellt. Zweite HKV-Vorsitzende Elke Bauer-Hammer überreichtet an zehn glückliche Gewinner Preise.

Im Sommer besuchte der Verein anlässlich des Bauhaus-Jubiläums eine Führung durch die Glaskathedrale in Amberg. Hier erfuhren die Besucher Interessantes über die Geschichte der Glashütte, über ihren Architekten Walter Gropius und die Bauhaus-Philosophie sowie Bauherr Philip Rosenthal. Der Nachmittag endete in einem Biergarten.

"Der Jakobsweg vor unserer Haustür" lautete der Titel eines Vortrags von Peter Seidl im Fürstensaal. Nach einer Einführung zur Entstehung dieser Wallfahrt und ihrer wechselhaften Entwicklung im Laufe der Jahrhunderte folgten sehr persönliche Bilder und Gedanken zu drei Etappen des "Camino" in unserer Nähe, die der Referent selbst abgewandert hat.

Im Dezember gab es eine Fahrt nach Regensburg ins Haus der Bayerischen Geschichte. Bei einer Führung wurden Ereignisse und Entwicklungen beleuchtet, die zur Herausbildung der bayerischen Identität zwischen Mythos, Klischee und Realität beigetragen haben. Besonderes Interesse fand die Erforschung Bayerns mit dem Tablet. Der Ausflug endete bei einem Bummel über die Regensburger Weihnachtsmärkte.

Kassier Alfred Fröhlich berichtete über eine solide Finanzlage. Auch im laufenden Jahr finden wieder informative Monatstreffen statt. Jeden ersten Donnerstag eines Monats um 19.30 Uhr in wechselnden Gasthäusern. Das nächste Mal am 6. Februar in der DJK-Sportgaststätte. Dabei können Ferien, Feiertage und Gemeinderatssitzungen zu Verschiebungen führen. Daneben sind gemeinsame Fahrten und Aktionen geplant - etwa ein Besuch des Planetariums in Ursensollen.

Angedacht ist auch eine geschichtliche Wacholderwanderung in und um Hohenburg mit Besichtigung der Burgruine und obligatorischer Einkehr zum Abschluss. Ein Ausflug nach Regensburg zu steinernen Zeugen der Romanik mit einer Führung der "Stadtmäuse" - mit anschließendem Biergartenbesuch - ist für Sommer geplant.

Beschlossen wurde die Anschaffung von vier Strahlern für die Ausstellung der Ensdorfer Künstler. Ferner beteiligt sich der Verein finanziell an der Renovierung des Kreuzes im alten Friedhof und regt an, sich um alte Grabsteine als Zeitzeugen zu kümmern.

Aufschlussreich war der Vortrag "100 Jahre Salesianer Don Boscos in Ensdorf", den Johann Weiß vom Freundeskreis des Klosters hielt. Vor 80 Jahren wurden große Teile des Klosters durch ein Großfeuer zerstört. Johann Weiß hält dazu über die Ereignisse und Hintergründe am Samstag, 8. Februar, in der Martinsklause des Bildungshauses einen Vortrag in Wort und Bild.

Der Vorstandschaft des Heimat- und Kulturvereins besteht aus Vorsitzendem Gerhard Tschaffon, Stellvertreterin Elke Bauer-Hammer, Kassier Alfred Fröhlich, Schriftführerin Hildegund Domanits sowie den Beisitzern Hans Babl, Peter Fröhlich und Hans Ram. Kassenprüfer sind Peter Domanits und Dr. Josef Eiletz. Der Verein hat aktuell 58 Mitglieder.

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