28.09.2020 - 14:05 Uhr
ErbendorfOberpfalz

Alles auf Zucker

Sinn und Unsinn von Kinderlebensmitteln. Auf Einladung der städtischen Kinderkrippe klärte Diplom-Ökotrophologin (FH) Kristina Heinzel-Neumann beim Elternabend darüber auf.

Auf dem Bild (von links) die Leiterin der Kinderkrippe TrIsmihan Düzgün-Yildirim und die Referentin des Abends Diplom-Ökotrophologin (FH) Kristina Heinzel-Neumann
von Jochen NeumannProfil

Der Vortrag im Rahmen der Programmreihe „Kinderleicht und lecker – Fit und gesund durch den Familienalltag mit Kindern bis drei Jahre“ des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Tirschenreuth konnte aufgrund der vielen Teilnehmer corona-bedingt nicht in der Einrichtung selbst stattfinden. Die Verantwortlichen wählten den edlen Sitzungssaal im Rathaus.

Ismihan Düzgün-Yildirim, Leiterin der Kinderkrippe, begrüßte die Referentin des Abends, Diplom-Ökotrophologin (FH) Kristina Heinzel-Neumann, sowie die Eltern der Krippenkinder. Heinzel-Neumann stieg auch gleich ins Thema „Sinn und Unsinn von Kinderlebensmitteln“ ein.

„Hersteller von Kinderlebensmitteln investieren viel Geld in ein gesundes Image und die Produktwerbung“, stellte die Ökotrophologin fest. „Bei Kindern sollen Neugier und Interesse am Produkt geweckt und den Eltern ein gutes Gefühl beim Kauf vermittelt werden.“ Sie durchleuchtete die Werbeversprechen und gab wertvolle Tipps zu gesünderen Alternativen.

Ausführlich erklärte Heinzel-Neumann, welche Nahrungsmittel für Babys und Kinder empfehlenswert sind und auf welche Inhaltsstoffe zu achten ist. „Damit ein Produkt wiederholt gekauft werde, müsse es in erster Linie gut schmecken.“ Dazu sei häufig der übertriebene Einsatz von Zucker, Fett, Salz, Farb- und Konservierungsstoffen nötig. „Gerade die haben allerdings großen Einfluss auf die Geschmacksbildung der Kinder, ihre Gesundheit und das künftige Kaufverhalten.“ Deshalb riet sie davon ab, sich von Aufmachung und Werbung zum Kauf verleiten zu lassen.

„Zucker verberge sich oft hinter Begriffen wie Fructose, Glucose, Saccharose oder Süße aus Früchten“, so die Referentin. Zugesetzte Zitronen- oder Phosphorsäure schädigten den Zahnschmelz. „Stillen sollte immer im Vordergrund stehen und Babybrei oder Müslis am besten selber hergestellt werden.“ Gleichzeitig wies Heinzel-Neumann darauf hin, dass Süßigkeiten erlaubt seien. „Sie stehen in der Ernährungspyramide ganz oben und sollten deshalb entsprechend wenig gegessen werden.“

Über den Sinn oder Unsinn von Lebensmittel klärte im Sitzungssaal des Rathauses Diplom-Ökotrophologin (FH) Kristina Heinzel-Neumann auf.
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