29.09.2020 - 16:22 Uhr
ErbendorfOberpfalz

Ampel für Datenautobahn auf Grün: Glasfaserkabel für über 100 Anwesen

Die Stadt Erbendorf nutzt beim Internetausbau ein Förderprogramm des Bundes, davon profitieren auch die Geriatrie und das BBZ.

Über 100 Anwesen können über ein Förderprogramm mit einem schnellem Glasfaserzugang ans Internet angeschlossen werden. Auch das Steinwaldhaus in Pfaben (im Hintergrund) ist im Förderprogramm enthalten.

Die Letzten werden bald die Ersten sein: Zumindest wenn es darum geht, schnell ins Internet zu kommen. Die Stadt nutzt ein Bundesprogramm, um zahlreiche abgelegene Weiler und Ortsteile an die Datenautobahn anzuschließen. Der Auftrag dafür wurde in der Sitzung in der Stadthalle erteilt. Wenn alles nach Plan läuft, rechnet Breitbandpate Hubert Wojtenek damit, dass ab Frühjahr nächsten Jahres die Glasfaserkabel verlegt werden können. 2022 könnte die Maßnahme dann abgeschlossen sein.

Über 100 Anschlüsse

Eduard Maier von der Breitbandberatung Bayern informierte über den Stand beim Glasfaserausbau in den ländlichen Erbendorfer Gebieten. Voraussetzung für die Förderung sei, dass die Anwesen derzeit beim Internet nur eine Leistung unter 30 Mbit/s erreichen. Es geht dabei demnach um 11 Projektgebiete mit 113 Anschlüssen, die über ein Bundesförderprogramm an die Datenautobahn angeschlossen werden sollen. Zur Freude der Stadträte hatten sich an der Ausschreibung drei Firmen beteiligt. "Vorher hatte ich gesagt, dass ich froh wäre, wenn wir auch nur ein Angebot bekommen", freute sich Wojtenek über die Resonanz. Der Stadtrat erteilte in nichtöffentlicher Sitzung auch bereits den Zuschlag. Es handelt sich dabei um eine vorläufige Vergabe. Es müssen nun noch Fördermodalitäten und Abläufe geregelt werden. Der Breitbandpate hofft, dass der Vertrag bis Ende des Jahres unterschriftsreif ist. Die Umsetzungsphase beträgt 18 Monate. "2022 müsste alles erledigt sein", so der Geschäftsführer der Stadt.

Bei den elf Bereichen handelt es sich um das Gebiet Napfberg/Grenzmühle mit umliegenden Gehöften, den Rest von Pfaben mit Steinwaldhaus (sowohl Hotel-Restaurant als auch Appartementhaus), Teile von Siegritz, den Ort Thann, den Weiler Kornhof, den Bereich mit Paterlhütte, Straßenschacht, Eppenhof und Aschenhof, den Flugplatz Schweißlohe, den Ort Plärn mit Inglashof und umliegenden Gehöften, Teile der Altgemeinde Wildenreuth mit Steinbach und weiteren umliegenden Orten sowie die Knierermühle und die Kläranlage. Außerdem ist es gelungen, auch die Geriatrie und das Berufsbildungszentrum in Erbendorf mit ins Glasfaserprogramm zu bekommen.

Alle, die direkt rechts oder links von der Trasse lägen, hätten bei einem überschaubaren Eigenanteil später ebenfalls die Chance, einen Glasfaseranschluss zu bekommen, kündigte Maier an. Stichstraßen seien allerdings tabu. Wer anschließen kann, hängt letztlich davon ab, welche Firma den Auftrag bekam. Es gab nämlich bei den Angeboten unterschiedliche Trassenvorschläge. In der nächsten Sitzung soll die Geheimhaltung aufgehoben und bekanntgegeben werden, wer hier zum Zuge kommt.

Hier ein weiterer Bericht über den Erbendorfer Stadtrat

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