25.10.2019 - 12:21 Uhr
ErbendorfOberpfalz

B299: Asphalt statt Schotter

Seit etwa zwei Wochen ist das erste Teilstück auf der B299 zwischen Erbendorf und Pressath asphaltiert. Auch die neuen Gemeindeverbindungsstraßen, die nach Aschen- und Eppenhof führen, sind geteert.

Bauaufseher Richard Trescher (von rechts) und Projektleiter Hans Gschrey vom Staatlichen Bauamt zeigen den bisherigen Verlauf der Bauarbeiten auf der Bundestraße B299 und den neuen Gemeindeverbindungsstraßen daneben.
von Lucia Seebauer Kontakt Profil

"Der Anfang ist gemacht", erklärt Projektleiter Hans Gschrey vom Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach. Er ist einer der Hauptverantwortlichen an der Baustelle der B299 zwischen Erbendorf und Pressath. Die ersten beiden Kilometer auf Erbendorfer Seite befinden sich gerade im Endspurt. Wer als Anwohner Richtung Aschen- und Eppenhof fahren möchte, kann seit etwa zwei Wochen wieder geteerte Straßen benutzen. Auch Schüler können wieder einfacher mit dem Bus abgeholt werden.

Lesen Sie hier den Artikel "Hessenreuther Berg: Eine Mammut-Baustelle" auf onetz.de

Pressath

Restarbeiten bis Ende November

"Vorher mussten die Anlieger Schotterwege nutzen", sagt Geschrey. So gibt es neben der Bundesstraße nun auch neue Nebenstraßen. Dabei handelt es sich um Gemeindeverbindungsstraßen, die parallel zur oder neben der Bundesstraße verlaufen. Für Streu- und Winterdienste ist dort die Stadt Erbendorf zuständig. "Bis Ende November kommt es noch zu leichten Behinderungen", so Gschrey. Noch immer sind auf der Straße Baustellenfahrzeuge unterwegs. "Es werden noch Restarbeiten gemacht, wodurch es auch weiter zu Verschmutzungen der Wege kommen kann."

Anwohner von Aschen- und Eppenhof profitieren seit zwei Wochen von asphaltierten Straßen. Die neuen Gemeindeverbindungsstraßen verlaufen parallel zur oder neben der Bundesstraße.

Durchgängige Wegeverbindung

Die Nebenstraßen sind gedacht als eine durchgängige Wegeverbindung, die von Erbendorf nach Hessenreuth und Pressath führt. "Diese Nebenstraßen lassen sich als Radweg nutzen." Weiterhin kann dort Land- und Forstwirtschaftsverkehr ausweichen. "Auf diese Weise bleibt dann die B299 für den regulären Durchgangsverkehr frei und es gibt weniger Gefahrenpotential", weiß Gschrey.

Zudem sind auf diese Weise Aschenhof und Eppenhof besser an das Verkehrsnetz angebunden. Bauaufseher Richard Trescher lobt die Geduld der Anwohner. "Sie mussten viel Staub- und Lärmbelastung aushalten. Dafür gab es relativ wenig Beschwerden."

Kostenintensiver Teil kommt noch

Das erste Stück der Baustelle kostete bislang rund 5 Millionen Euro. "Jetzt kommt erst der kostenintensive Teil", weiß Gschrey. Der restliche Straßenabschnitt wird rund 16 Millionen kosten.

Es werden noch aufwendige Arbeiten folgen, wie drei Brückenbauwerke, Feldwegunterführungen oder ein Bachdurchlass. Auch eine Faunabrücke am Abspann des Hessenreuther Bergs soll realisiert werden. "Sie ist für einen sicheren Wildwechsel gedacht", sagt Gschrey. Er ist auch zuversichtlich, dass das funktioniert, denn: "Es werden extra Wildzäune gebaut, die die Tiere dann Richtung Brücke leiten werden." Die Baustelle auf der B299 wird voraussichtlich bis zum Sommer 2021 dauern.

Bis 2021 ist die B299 von Erbendorf nach Hessenreuth und Pressath für den Verkehr gesperrt. Für Anwohner ist es aber nun wieder einfacher die Straßen zu benutzen. Bis Ende November kann es aufgrund der Baustelle noch zu leichten Behinderungen auf den Anbindungsstraßen kommen.

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.