23.02.2021 - 16:32 Uhr
ErbendorfOberpfalz

Bauen wird einfacher

Im Baugebiet Wildenreuth Nordost werden die Bauvorschriften vereinfacht. Eine entsprechende Satzung beschlossen die Mitglieder des Stadtrats. Bürgermeister Johannes Reger gab behandelte Bauanträge bekannt.

Das Rathaus in Erbendorf. Die Mitglieder des Stadtrats beschlossen in der Sitzung am Montagabend Änderungen am Bebauungsplan in Wildenreuth.
von Jochen NeumannProfil

Im großen Saal der Stadthalle tagte unter Einhaltung der Corona-Bestimmungen der Stadtrat. Bürgermeister Johannes Reger gab den Mitgliedern einen Bauantrag zur Kenntnis, der bereits an das Landratsamt zur Verbescheidung weitergeleitet worden war. So ist bei einem Anwesen im Meinauweg 5 die Vergrößerung der Gaube, der Bau eines überdachten Balkons sowie die Errichtung einer Terrasse vorgesehen.

Im weiteren Verlauf der Sitzung ging es um die Änderung des Bebauungsplans Wildenreuth Nordost. Wie Bürgermeister Johannes Reger ausführte, trat dieser am 28. Juni 1990 in Kraft und weist auf einer Teilfläche im Westen des Geltungsbereiches auf einer Fläche von etwa 2,72 Hektar ein Allgemeines Wohngebiet aus.

„Die festgesetzte U+E+D-Bauweise mit einem niedrigen Kniestock entspricht nicht mehr dem Zeitgeist und den modernen Baustilen“, stellte der Bürgermeister hierzu fest. Zudem mussten bei den vergangenen eingereichten Bauanträgen vermehrt Befreiungen von den Festsetzungen des Bebauungsplans erteilt werden. „Viele Bauherren achten inzwischen auf eine energieeffiziente Bauweise bei der einer E+U+1-Bebauung der Vorzug gegeben wird.“

In der Novembersitzung beschlossen die Stadträte einen Bauernmarkt

Erbendorf

Deshalb kam es in Absprache mit dem Kreisbauamt dazu, den Bebauungsplan anzupassen beziehungsweise neue Punkte mit aufzuführen. So wird zusätzlich zur U+E+D- auch die U+E+1-Bebauung erlaubt sein. Die maximalen Wandhöhen werden auf neun Meter talseitig bei U+E+1-Bebauungen festgesetzt. Zusätzlich sind Dachneigungen von 18 bis 46 Grad bei Pult-, Sattel- und Walmdächern zulässig.

Erlaubt sind auch extensiv begrünte Flachdächer bei Garagen. Die Garagenwandhöhe orientiert sich nach dem Artikel 6 der Bayerischen Bauordnung an einer mittleren Wandhöhe von drei Metern. Des Weiteren entfallen die Kniestockhöhen. Die Regelung der Höhenentwicklung erfolgt durch die maximal zulässige Wandhöhe. Nicht zuletzt wurden die Baugrenzen auf den Grundstücken erweitert.

Der vom städtischen Bauamt vorgelegte Änderungsentwurf soll im beschleunigten Verfahren gemäß § 13 a des Baugesetzbuches durchgeführt werden. Einstimmig billigten die Stadtratsmitglieder den Änderungsentwurf und beauftragten die Verwaltung, das förmliche Änderungsverfahren auszuführen.

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