31.07.2020 - 10:09 Uhr
ErbendorfOberpfalz

Berufsbildungszentrum Erbendorf: "Langersehnter Bescheid" endlich da

Große Freude im Berufsbildungszentrum Erbendorf: Die Fachschule für Heilerziehung hat die staatliche Anerkennung erhalten. Am steinigen Weg bis zum Ziel hatte Bürgermeister a. D. Hans Donko großen Anteil.

Da war die Freude groß. Bürgermeister und Trägervereinsvorsitzender Johannes Reger (links) hielt den Bescheid über die Staatliche Anerkennung in Händen. Schulleiterin Hannelore Doleschal (vorne, Mitte) freute sich mit dem ganzen Lehrerkollegium. Von der Partie war auch Landtagsabgeordneter Tobias Reiß.
von Jochen NeumannProfil

Schulleiterin Hannelore Doleschal, das gesamte Lehrerkollegium des Berufsbildungszentrums sowie Landtagsabgeordneter Tobias Reiß waren beinahe ganz aus dem Häuschen, als Trägervereinsvorsitzender und Bürgermeister Johannes Reger ein Schreiben der Regierung der Oberpfalz in Händen hielt. Der Inhalt: Die staatliche Anerkennung der Fachschulen für Heilerziehung und Heilerziehungspflege.

Neben der Altenpflege und der Generalistischen Ausbildung haben wir jetzt ein weiteres sicheres Standbein unserer Schule.

Schulleiterin Hannelore Doleschal

"Für uns ein befreiendes Gefühl mit tollen Perspektiven", freute sich Schulleiterin Hannelore Doleschal. "Neben der Altenpflege und der Generalistischen Ausbildung haben wir jetzt ein weiteres sicheres Standbein unserer Schule." Sie war es auch, die vor gut vier Jahren die Idee dazu hatte, dass das Berufsbildungszentrum in die Heilerziehungsausbildung einsteigt.

Doch von Anfang an war es nach dem Trägervereinsvorsitzenden ein "steiniger Weg". Gerade die Schulleiterin habe dafür gekämpft. "Denn sowohl die Notwendigkeit als auch das Interesse an der Ausbildung von Heilerziehern war vorhanden", wusste Reger.

Klage zurückziehen

Die Regierung hat den Betrieb der Fachschulen für Heilerziehung und Heilerziehungspflege genehmigt. "Die Auflagen waren erfüllt", wie Reger bestätigte. Ein erster Versuch mit der Beantragung der staatlichen Anerkennung scheiterte im Jahr 2018. "Seit Geburt dieser Idee war Bürgermeister a. D. Hans Donko ein Fürsprecher für diese neue Fachschule und setzte sich auch persönlich dafür ein", erinnerte sich Doleschal.

Nach der Ablehnung 2018 wurde im vergangenen Jahr Klage gegen diesen Bescheid eingelegt. "Den können wir jetzt zurückziehen", bestätigte Vorsitzender Reger.

Es ist eine kleine feine Schule. Es gehört sich viel dazu, sich zu trauen, so etwas auf den Weg zu bringen.

Landtagsabgeordneter Tobias Reiß

"Da wir von Anfang an keine staatliche Anerkennung hatten, mussten die ersten drei Abschlussjahrgänge ihre Prüfungen in Kooperation mit Begleitschulen in Neumarkt und Reichenbach ablegen, um die staatliche Anerkennung der Ausbildung zu erhalten", erklärte Doleschal. Von 25 Schülern waren 18 erfolgreich.

Im März dieses Jahres wurde nochmals ein Antrag auf Anerkennung an die Regierung gestellt.

Debatte über die Zukunft des BBZ Erbendorf

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Mit Nachdruck sprachen dabei Donko und Doleschal bei der Regierung vor. "Und jetzt ist der langersehnte Bescheid da", freute sich nicht nur Reger. "Ab 1. August dürfen wir uns offiziell staatlich anerkannte Fachschule für Heilerziehungspflege nennen." Dankesworte hatte Reger sowohl für die Schulleiterin als auch für das Lehrerkollegium übrig, die von Anfang an voll hinter der Heilerziehungsausbildung standen. "Mein Dank gilt auch Hans Donko, der sämtliche Spielräume genutzt hat, um diesen positiven Bescheid zu erlangen." Regers Worte galten aber auch dem Landtagsabgeordneten Tobias Reiß, der in München entsprechend nachgeschoben hat.

Positiver Blick in Zukunft

"Es ist eine kleine feine Schule", stellte Reiß zum Berufsbildungszentrum fest. "Es gehört sich viel dazu, sich zu trauen, so etwas auf den Weg zu bringen." Die Verantwortlichen im Trägerverein als auch im Lehrerkollegium könnten jetzt trotz des schwierigen Umfelds positiv in die Zukunft blicken. Auch der Landtagsabgeordnete vergaß es nicht, Bürgermeister a. D. Donko zu danken. "Er arbeitete mit großer Akribie an diesem Thema."

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