23.03.2020 - 16:33 Uhr
ErbendorfOberpfalz

"Zukunft des Beruflichen Bildungszentrums Erbendorf stand nie zur Debatte"

Sehr verwundert zeigt sich Landtagsabgeordneter Tobias Reiß in einer schriftlichen Stellungnahme über die Aussage, dass es "lange Zeit nicht gut ausgesehen hat für das Berufliche Bildungszentrum" (BBZ) in Erbendorf (wir berichteten).

von Externer BeitragProfil

Mit ihrem Wahlkampfmanöver hätten die Freien Wähler dem BBZ "einen großen Bärendienst erwiesen. Die Zukunft des BBZ ist nie in Rede gestanden", betont Reiß. Es sei vielmehr topp aufgestellt und eine "starke und hervorragende Institution" mit über 100 Schülern, die weit über die Grenzen Erbendorfs hinaus angesehen sei.

Anerkennung für Teilbereich

"Lediglich für den Teilbereich der Heilerziehungspflegeausbildung geht es darum, die staatliche Anerkennung zu erhalten, so dass die Schule mit diesem Zweig zusätzliche Attraktivität erhält", erklärt Reiß. Staatsminister Michael Piazolo stelle hier leider fest, dass sich seitens seines Ministeriums an der bisherigen Haltung hinsichtlich der staatlichen Anerkennung nichts geändert habe, zitiert Reiß aus dem aktuellen Schriftverkehr. "Das ist bist heute so."

Einzig die Berechnung der Schülerstatistik für das laufende Schuljahr habe sich auf die Initiative von Bürgermeister Hans Donko bei der Regierung der Oberpfalz zugunsten der Schule geändert. "Ein Mitwirken der FW-Politiker ist uns und auch Hans Donko nicht bekannt." Er finde es traurig, dass ohne Rücksprache und über die Köpfe der Schulleitung, des Trägervereinsvorsitzenden und des Bürgermeisters irreführende Pressemitteilungen zulasten des Bildungszentrums herausgegeben werden, erklärt Reiß.

Ähnlich wie Reiß reagiert Hannelore Doleschal, Leiterin des Berufsbildungszentrums, auf die Aussage, dass die Pflegeschule gerettet sei. Dass die Wege zur staatlichen Genehmigung für diese Fachschule geebnet worden sind, sei Bürgermeister Hans Donko zu verdanken, der bei einem der Gesprächstermine bei der Regierung der Oberpfalz in Regensburg auf eine Unstimmigkeit der Schülerstatistik aufmerksam geworden sei. In Veranlassung, den Fehler beim Landesamt für Statistik zu beheben, stehe einer staatlichen Genehmigung der Fachschule nichts mehr im Wege.

Vertrauen erschüttert

Das Berufsbildungszentrum werde vom Trägervereinsvorsitzenden Johannes Reger solide und vorausschauend geführt. Der Schulbetrieb und die wirtschaftliche Lage seien in äußerst geordneten Verhältnissen, schreibt Doleschal. "Bis heute war die Zukunft der Schule nie zur Rede gestanden, wir sind eine Bildungseinrichtung mit vielseitigen Ausbildungsangeboten, und über 100 Auszubildende nehmen diese Angebote derzeit in Anspruch."

Sie bedauert sehr, dass schulinterne Aussagen weder mit den verantwortlichen Personen abgesprochen worden seien noch dass sie "ebenso wenig der Wahrheit entsprechen". Das "Austragen von schulinternen Angelegenheiten zum Schaden unserer Schule durch ein Mitglied des Trägervereins erschüttert mein Vertrauen".

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