19.08.2018 - 12:31 Uhr
ErbendorfOberpfalz

Biergartengespräch mit IQ

"Die Stimmung in Stimmen ummünzen." Das will MdL Tobias Reiß. Beim Biergartengespräch im Bistro IQ betont er auch: "Denn es ist nicht egal, wer regiert." Gemeinsam steht er deshalb mit MdB Albert Rupprecht den Bürgern Rede und Antwort.

Im Biergarten des Sportheim-Bistros IQ sprach Landtagsabgeordneter Tobias Reiß (Bildmitte).
von Jochen NeumannProfil

(njn) Gut besucht war das Biergartengespräch des CSU-Ortsverbandes im Sportheim-Bistro IQ. Ortsvorsitzender Johannes Reger freute sich, dass sich Bundestagsabgeordneter Albert Rupprecht und Landtagsabgeordneter Tobias Reiß als Gesprächspartner zur Verfügung gestellt hatten. "Denn der direkte Draht zu den Mandatsträgern ist wichtig", sagte Reger.

Reiß ging auf die "durchwachsene Stimmung" in der Bevölkerung gegenüber der CSU ein. "Nach einer Umfrage liegen wir bei 37 Prozent", stellte er fest. Dass das nicht so sein könne, machte er am Beispiel der Veranstaltung beim Kemnather Wiesenfest mit Ministerpräsident Markus Söder fest: "Eine Superstimmung, und die Leute rannten uns die Bude ein." Dennoch sei es wichtig, die gute Arbeit der CSU im Land hervorzuheben. "Wir müssen die Stimmung in Stimmen ummünzen", stellte er angesichts der Landtagswahl fest. "Wir müssen die Menschen überzeugen." Dabei verwies er auf das Regierungsprogramm von Söder. "Denn wir wollen Bayern voranbringen." Dies gelinge aber nur, wenn die CSU einen direkten Weg von der Basis nach oben habe. Vor allem betonte Reiß die Bürgernähe der Mandatsträger. "Wir sind direkt ansprechbar, uns können Sie auch mal mit der Zaunlatte eine drüberziehen."

Politisch könne die CSU in allen Themenbereichen mit Lösungskonzepten punkten. Reiß merkte an, dass die kommende Landtagswahl im Oktober auch die Basis für die Kommunalwahl 2020 sei. Bereits heute warb er um Unterstützung für den CSU-Landratskandidaten Roland Grillmeier.

Kontrovers ging es bei der Diskussion auf dem Gebiet der Asylpolitik zu. Auf konkrete Fragen aus dem Publikum, wie man den Flüchtlingsstrom aufhalten könnte, verwiesen Reiß und Rupprecht beim Biergartengespräch nur allgemein auf den CSU-Masterplan. "Eine europäische Lösung ist notwendig, die auch die CSU voranbringen möchte", sagte Reiß. "Bayern hat in den letzten Jahren neun Milliarden Euro für Flüchtlinge ausgegeben", so der Landtagsabgeordnete. "Bayern braucht sich daher von anderen Bundesländern nicht belehren lassen." "Wir müssen Lösungen liefern und die Kraft haben, was hinzukriegen", stellte Rupprecht fest. "Merkel möchte in der Asylpolitik eine europäische Lösung." Dennoch sei eine Kontrolle im eigenen Land wichtig.

Thema war auch das Wirtshaussterben. "Ohne Wirtshaus im Dorf fehlt der Austausch unter den Menschen", meinte Rupprecht. Auch das Vereinsleben könne dadurch vielfach nicht aufrechterhalten werden. "Dadurch verabschieden sich Menschen aus der Gesellschaft." Rupprecht merkte an, dass sich die Menschen mittlerweile von der starken deutschen Nachkriegsdemokratie verabschieden. "Deshalb ist es für uns als Partei wichtig, raus zu den Leuten zu gehen und sie zu überzeugen." Dazu gehöre aber auch das Klingelputzen. "Denn die CSU hat den Anspruch, Volkspartei zu bleiben."

Im Biergarten des Sportheim-Bistros IQ sprachen Bundestagsabgeordneter Albert Rupprecht und Landtagsabgeordneter Tobias Reiß.

Im Biergarten des Sportheim-Bistros IQ sprachen (von links) Bundestagsabgeordneter Albert Rupprecht und Landtagsabgeordneter Tobias Reiß.

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