Erbendorf
30.09.2022 - 10:15 Uhr
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Engagement für 3000 Pfeifen: Orgelbauverein engagiert sich seit zwölf Jahren für neue Orgel

Eine neue Orgel muss her: Aus diesem Grund hat sich der Orgelbauverein Erbendorf vor zwölf Jahren gegründet. Interessenten sollen mit Orgelschnaps und verschiedenen Aktionen gewonnen werden.

Im November 2010 wurde im Kolpinghaus Erbendorf der Orgelbauverein aus der Taufe gehoben. Diese Gründung kam nicht von ungefähr, denn bereits vier Jahre zuvor begannen die Gremien in der katholischen Pfarrgemeinde, sich mit dem Thema Orgel der Pfarrkirche auseinanderzusetzen. Dabei kristallisierte sich heraus: Für eine gute Lösung sind erhebliche Finanzmittel notwendig. Die Kosten wurden damals auf eine halbe Million Euro geschätzt. „Darin liegt auch der Hauptgrund für die Gründung“, sagt Vorsitzender Holger Popp. „Am Ende sollte eine neue Orgel in der Pfarrkirche stehen.“ Das kann allerdings nur gelingen, wenn „wir die Öffentlichkeit für das Thema Orgel begeistern“. Derzeit zählt der Verein 56 Mitglieder. Unterstützung bekommt der Verein auch aus der Bevölkerung.

Orgelschnaps und Osterkerzen

Um das Konto des Vereins zu füllen, verkaufte der Verein verzierte Osterkerzen. Viele Helfer verzierten stundenlang knapp 200 Stück. Die Aktion war und ist bis heute ein voller Erfolg. Jedes Jahr freue sich Popp darauf. Selbst in der Zeit der Pandemie wurden im "Home Office" die Kerzen gebastelt und über einen Verkaufstisch in der Kirche angeboten. Weitere Einnahmen konnte der Verein durch die Silbernen Orgelsonntage sowie durch den Verkauf von Orgelschnaps und des Orgelweins generieren. Bei Orgelführungen werde den Besuchern erklärt, warum die alte gegen eine neue Orgel ersetzt werden soll. Der Zeitplan steht: Im Frühjahr 2023 soll die neue Orgel eingebaut werden. Es handelt sich um eine hochwertige Konzertsaalorgel aus dem Jahr 1916, deren Klangbild in Fachkreisen sehr geschätzt ist. „Das ist ein Glücksfall für die Pfarrei.“ Die Nutzung einer neuen Orgel sei Nachhaltig und schone die Ressourcen Holz und Metall.

Ausflug zur Orgelmanufactur

Im Oktober steht für den Verein noch ein besonderer Termin an: Mit der Pfarrei wird eine Fahrt zum Orgelbauer nach Hardheim organisiert – verbunden mit einer Wallfahrt nach Walldürn. Am Nachmittag besteht die Möglichkeit, bei Orgelbau Vleugels an Werkstattführungen teilzunehmen. Dort wird der aktuelle Stand der Arbeiten am Erbendorfer Instrument gezeigt. Anmeldungen sind bereits jetzt im Pfarrbüro möglich.

Ende November soll es wieder einen kleinen Adventsbasar geben – vorausgesetzt. die Helfer finden genügend Material für die Adventskränze. Für die fleißigen Hände ist Popp sehr dankbar

Paten für Pfeifen gesucht

Großer Beliebtheit erfreut sich ein weiteres Projekt: die Patenschaft für die neuen Orgelpfeifen. Aus fast 3000 Pfeifen können Interessenten ihren Wunschton aussuchen. Durch die verschiedene Preiskategorien ist für jeden Geldbeutel etwas dabei. Sobald nächstes Jahr die Orgel steht, hofft Popp, dass sich viele ihr Patenkind anhören, wie ihre Pfeife, beziehungsweise die gesamte Orgel klingt. Über www.kirchenmusik-erbendorf.de gibt es für Interessierte weitere Informationen.

Hintergrund:

Der Orgelbauverein

  • Gründung: 2010
  • Mitgliederzahl: 56
  • Vorsitzender: Holger Popp
  • Termine: Oktober: Fahrt nach Hardheim, Besuch der Orgelmanufactur Vleugels und Wallfahrt nach Walldürn; November: Adventsbasar mit Verkauf von Adventskränzen
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