04.12.2019 - 19:34 Uhr
ErbendorfOberpfalz

Entscheidungen auf breiter Basis

Einigkeit herrscht bei der Nominierungsveranstaltung der Freien Wähler Erbendorf. Bernhard Schmidt wird einstimmig zum Kandidaten für das Bürgermeisteramt und als Spitzenkandidat für die Stadtratswahl gekürt.

Optimistisch blicken die Freien Wähler der Steinwaldstadt den Kommunalwahlen im Frühjahr entgegen. Bernhard Schmidt (vorne, Mitte) will Nachfolger von Hans Donko werden. Für dieses Ziel drückt ihm auch Ehefrau Maria (links daneben) die Daumen.
von Externer BeitragProfil

Neben den amtierenden Stadträten sind unter anderem Birgit Grünbauer, der Jugendbeauftragte der Stadt und Vorsitzende der Jungen Freien Wähler, Martin Kastner, und der BRK-Bereitschaftsleiter Sven Lehner auf den vorderen Plätzen zu finden.

"Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit über Parteigrenzen hinweg und das Vertrauen der Bevölkerung sind für mich wichtig und müssen ständig gepflegt werden", stellte der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler nach einer Pressemitteilung der Freien Wähler in seiner Bewerbung fest. "Alle müssen in Entscheidungen einbezogen werden, im Stadtrat oder, bei großen Bauvorhaben, auch mittels Bürgerentscheiden."

Der 46-jährige gebürtige Erbendorfer, der auch im Landesvorstand der Freien Wähler mitwirkt, stellte auch seine kurz- und mittelfristigen Ideen für die Weiterentwicklung der Stadt vor. Verbesserungswürdig seien die Pflege von Straßen und Gehwegen und der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs. "Die Städte Bayreuth, Weiden und Tirschenreuth müssen künftig für Erbendorfer leichter mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sein", führte Schmidt aus. Aufgrund der demografischen Entwicklung sei es auch besonders wichtig, alle Generationen einzubeziehen. Beispielhaft führte er den Ausbau von Wohnbauflächen und Wohnungen im Allgemeinen, ein Spielplatzkonzept oder den Wunsch nach Sanierung oder Neubau der geriatrischen Klinik auf.

Zudem möchte Schmidt unter dem Stichwort "Digitales Rathaus 21" den Behördengang für die Bürger deutlich vereinfachen: "Über eine Smartphone-App soll es künftig einen Zugang zur Verwaltung geben. Formulare sollen online verschickt werden können." Auch der Erhalt der Rettungswache und die Ergänzung um einen Notarzt sprach Schmidt als eines seiner Ziele an, für die er sich einsetzen möchte: "Wir sind kein Krankenhausstandort, von daher ist es umso wichtiger, die Notfallversorgung in hoher Qualität vor Ort zu haben." Erbendorf soll, so sagte es Schmidt, ein heimatlicher Ort sein, in dem sich alle Generationen wohlfühlen und auf alles zurückgreifen können, was sie benötigen.

"Ohne Bernhard Schmidts Beharrlichkeit und seinem steten Nachfragen würde es das neue Baugebiet 'Naabberghöhe' heute noch nicht geben", stellte FW-Vorsitzender Rolf Hanauer in seinem Rückblick auf die vergangene Wahlperiode fest. "Wir haben zwar einige Entscheidungen im Stadtrat mitgetragen, aber auch immer wieder unsere Bedenken und Vorschläge aktiv vorgebracht", resümierte Hanauer. Es gebe noch viele Verbesserungsmöglichkeiten, und dafür wollen die Freien Wähler auch in den kommenden Jahren eintreten und vor allem mit einem Bürgermeister Schmidt, meinte Hanauer.

Stadtrat Hans Rose stellte den Bürgermeisterkandidaten genauer vor und legte dessen Lebenslauf dar. Schmidt sei seit elf Jahren im Stadtrat aktiv. Als Kommandant der Feuerwehr Erbendorf habe er sich einen Namen in der Steinwaldstadt gemacht und gezeigt, wie mit viel persönlichem Engagement die Feuerwehr sich weiter entwickelt habe. "Vor allem die Gründung der Organisierten Ersten Hilfe Ende der 1990-er Jahre wäre ohne den Einsatz Schmidts sicherlich nicht zustande gekommen." Heute stehe Schmidt an der Spitze einer Grafenwöhrer Energiegenossenschaft und leite als Geschäftsführer den Ausbau genossenschaftlicher Energieversorgung mit Anlagen für erneuerbare Energie.

Die Stadtratsliste: Einstimmig wurde der Vorschlag des Vorstands der Freien Wähler für die Stadtratswahl angenommen. An der Spitze stehen Bürgermeisterkandidat Bernhard Schmidt, Hans Rose, Rolf Hanauer und Adrian Kottas – die bisherigen Stadträte der Freien Wähler. Es folgen Birgit Grünbauer, Markus Schreiber, Martin Kastner, Wolfgang Gruber, Marina Käser und Sven Lehner auf den Plätzen fünf bis zehn. Die weiteren zehn Plätze wurden besetzt mit Fabian Keppler-Stobrawe, Susanne Seiler, Herbert Dietrich, Benjamin Schlicht, Albert Nikol, Silvia Kaiser, Thorsten Zillmann, Rudolf Sulzer, Andreas Hoffer und Willi Schraml.

Ersatzkandidaten sind Rainer Schmidt und Peter Pöllmann. (exb)

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.