Aus Fördermitteln wird die Leonet AG in Erbendorf ein Glasfasernetz mit einer Länge von rund 40 Kilometern errichten. Dazu haben Bürgermeister Johannes Reger und Leonet-AG-Vertriebschef Martin Naber jetzt im Rathaus einen Kooperationsvertrag unterschrieben.
Bei der Auftragsvergabe hatte sich die Leonet AG gegenüber zwei Mitbewerbern durchgesetzt. Das Unternehmen aus Teisnach verpflichtet sich, bis Ende 2022 insgesamt 113 Gebäude mit 153 Haus- und Geschäftsadressen ans Hochgeschwindigkeits-Internet anzuschließen. Das betrifft die Ortsteile Steinbach, Thann, Straßenschacht, Wäldern, Knierermühle, Siegritz, Pfaben, Plärn, Schweißlohe, Lochermühle, Grenzmühle, Hohenwies, Aschenhof, Inglashof, Kornhof sowie in der Stadt selbst das Berufsbildungszentrum und die Steinwald-Klinik.
Leerrohre für spätere Anschlüsse
Außerdem sieht der Vertrag vor, dass die Leonet AG 125 Adressen in Teilen von Boxdorf, Erbendorf, Neuenreuth, Wildenreuth, Pfaben, Siegritz und Wäldern mit Leerrohren versieht, um Anschlüsse zu einem späteren Zeitpunkt zu ermöglichen. Hier wird vom Bund nur die Verlegung mit dem Leerrohr gefördert - "Vortrieb von Reservekapazitäten" genannt - , wie sich Naber ausdrückte.
Für das Einblasen des Glasfaserkabels müssten die jeweiligen Eigentümer der betroffenen Gebäude aufkommen. Die hier anfallenden Kosten beziehungsweise Gebühren werden auch für den "eigenwirtschaftlichen" Ausbau durch die Leonet AG gelten. Er ist für den Hauptort Erbendorf geplant sowie für die Ortsteile Grötschenreuth, Gössenreuth, Wetzldorf, Wildenreuth, Wäldern, Boxdorf, Siegritz, Thann, Neuenreuth und Frodersreuth. Es geht um rund 1400 Adressen mit über 2000 Wohneinheiten. Hierzu wird die Leonet AG demnächst eine Vorvermarktung starten.
Bürger zeitnah informieren
Zu den Einzelheiten des Ausbaus wird das Unternehmen in Kürze mit Unterstützung des Bürgermeisters und der Verwaltung per Post, online und vor Ort informieren. Der Spatenstich ist für September dieses Jahres vorgesehen. Die Bauzeit für den Teil der geförderten Maßnahme beträgt rund eineinviertel Jahre. Anschlüsse außerhalb des Förderprogramms werden voraussichtlich etwas später fertiggestellt. Neben den geförderten Glasfaseranschlüssen, die dem Hauseigentümer nichts kosten, und der teilgeförderten Maßnahme, bei der die Kosten der Leerrohrverlegung übernommen werden, können alle anderen Bürger auch in den Genuss eines Glasfaseranschlusses kommen, soweit sich in den jeweiligen Gebieten eine gewisse Zahl an Anschließern findet. Über die Möglichkeiten und Kosten werden die Bürger rechtzeitig informiert, verspricht Bürgermeister Reger.
Abschließend dankte er Martin Naber, der Breitbandberatung Bayern mit Eduard Maier sowie Fördermittelberaterin Verena Merkler von der Agentur Atenekom und dem Breitbandpaten der Stadt, Hubert Wojtenek, für die Vorbereitung des Vertragswerks.
Verteilung der Ausbaukosten
- Der Bund übernimmt mit 2,4 Millionen Euro den Großteil.
- Der Freistaat Bayern schießt 1,2 Millionen Euro zu.
- Die restlichen 400 000 Euro finanziert die Stadt Erbendorf aus Eigenmitteln.





















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