19.03.2020 - 13:21 Uhr
ErbendorfOberpfalz

Erbendorfer "Kleiner Dienst" mit Einschränkungen

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie trifft auch die Nachbarschaftshilfe „Der Kleine Dienst.“ Fahrdienste sind ebenso ausgesetzt wie die Besuchsangebote in den Seniorenheimen. Aber Erbendorfer Hilfesuchende können Einkaufszettel schreiben.

Die ehrenamtlichen Mitarbeiter des "Kleinen Dienstes" mit Pfarrer Christoph Zeh (Fünfter von rechts, stehend) und der Referentin Marianne Fütterer von KoKi (Sechste von links, stehend).
von Jochen NeumannProfil

Diese Frühjahrsversammlung des "Kleinen Dienstes", die in der vergangenen Woche noch vor dem allgemeinen Veranstaltungsverbot stattgefunden hat, war anders als alle bisherigen. Hauptthema im Lorettoheim war die Corona-Pandemie mit ihren Auswirkungen auf die Arbeit der Nachbarschaftshilfe.

"In der aktuellen Notlage kann der ,Kleine Dienst' das Besuchsangebot in den Seniorenheimen leider nicht mehr ausführen", gab Pfarrer Christoph Zeh bekannt. Für die vielen Aktivitäten, die die ehrenamtlichen Mitarbeiter sonst übernehmen, gelte ab sofort Folgendes: Alle Fahrdienste, auch zum Einkaufen, seien momentan ausgesetzt. "Falls bei Einkäufen geholfen werden soll, müssen die Hilfesuchenden Einkaufszettel schreiben, und die Mitarbeiter vom ,Kleinen Dienst' werden die gewünschten Sachen einkaufen und vor die Tür stellen", sicherte Zeh zu. Interessierte könnten sich an die Vermittlungsstelle unter Telefon 0151/26149316 wenden.

650 Einsätze im Vorjahr

Wie Schriftführerin Rita Kunz berichtete, leisteten die 22 ehrenamtlichen Mitarbeiter im vergangenen Jahr rund 850 Stunden ehrenamtliche Nachbarschaftshilfe. "Insgesamt 650 Einsätze kamen so zusammen." Sie erstreckten sich über Fahrten und Begleitung bei Einkäufen, Arzt- und Gottesdienstbesuche sowie Hilfe beim Ausfüllen von Formularen und bei Behördengängen bis zu Besuchen von einsamen Menschen. Unterstützung hätten Familien mit Kindern sowie alte und kranke Menschen erfahren.

Die vom "Kleinen Dienst" organisierten monatlichen Veranstaltungen in den Altenheimen mit Seniorenrunde im BRK-Altenheim und Singkreis im Caritas-Altenheim St. Marien bringen nach den Worten der Schriftführerin den Bewohnern viel Freude und Abwechslung.

Zum Abschluss informierte Marianne Fütterer vom Netzwerk frühe Kindheit (KoKi) über ihre Arbeit, bei der Familien mit Kindern unter 3 Jahren kostenlos unterstützt werden. Sie bat die Mitarbeiter des "Kleinen Dienstes" hinzuschauen, wenn junge Familien Hilfe benötigen. "Machen Sie die Betroffenen auf Koki aufmerksam."

Weitere Mitarbeiter gesucht

"Aufgrund der guten Inanspruchnahme des ,Kleinen Dienstes' und trotz Corona suchen wir weiterhin neue Mitarbeiter", stellte Pfarrer Zeh fest. "Jeder, der sich für die Arbeit des ,Kleinen Dienstes' interessiert, kann sich unverbindlich darüber informieren und dann entscheiden, ob er und in welchem Bereich er mitmachen möchte und auch wann und wie lange er Zeit dafür hat." Interessierte können sich bei den beiden Pfarrämtern oder direkt bei der Vermittlungsstelle des "Kleinen Dienstes" unter Telefon 0151/26149316 melden.

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