(szl) Die Außenrenovierung des über 220 Jahre alten Lorettoheims läuft weiter. "Jetzt im Frühjahr gehen es an den Außenputz", erklärt Architektin Helga Rembeck, die die Baumaßnahmen betreut. Gerade sind Mitarbeiter der Firma Bauer dabei, den alten Putz abzuschlagen.
Die Baumaßnahmen nahmen ihren Anfang beim aufwendigsten Teil: Der marode, aber einzigartige Dachstuhl wurde binnen eines halben Jahres von Juni bis Dezember 2019 von Grund auf saniert. Auch das Tonnengewölbe der Kapelle und ein Teil der Westmauer über dem Chorraum wurden aufgemauert. Des Weiteren wurden das Dach und die Fensterbleche des Chorhausanbaus mit Titanblech versehen. "Das war der größte Brocken", sagt die Architektin.
Während der Arbeiten am Dach kamen die Gemeindegruppe wie Ministranten und Senioren derweilen im Schwesternheim unter. "Das ging alles problemlos", so die Architektin. Anfang Februar 2020, als die Gruppe bereits wieder in das Lorettoheim umziehen konnten, wurde das Schwesternheim abgebrochen. Dort entsteht nun ein Neubau mit Pfarrsaal. "Das ergibt einen richtig schönen Platz", ist Rembeck sich sicher.
Das Lorettoheim wird nur im Außenbereich saniert. Die inneren Räume bleiben genauso erhalten, wie sie aktuell sind. Nur teilweise übernahm die Pfarrei in Eigenregie kleine Ausbesserungen an den Fußböden vor und richtete die Räume her. Irgendwann wird laut Rembeck allerdings noch eine Sanierung der Sanitäranlagen anstehen.
Insgesamt kostet die Sanierung des Lorettoheims 450 000 Euro. Förderungen gab es vonseiten des Denkmalschutzes, der Diözese und der Stadt Erbendorf. Ein Restanteil bleibt bei der Pfarrei. Besonders beim Dach gab es kleinere Überraschungen, welche die Kosten für die Sanierung des Gebäudes ein wenig in die Höhe trieben. "Das konnte man vor Baubeginn nicht abschätzen. Manches tritt erst im Nachhinein zutage", erläutert die Erbendorferin. Auch beim Zeitplan gab es Verzögerungen. Die eigentliche Fertigstellung war Ende 2019 geplant. Die Verzögerungen verursachte zum Teil die Wetterlage, zum anderen die hohe Auslastung der Baufirmen.







Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.