29.11.2019 - 12:09 Uhr
ErbendorfOberpfalz

Erfolgreich gegen "Aufheberitis"

Zum Vortrag der Kolpingfamilie Erbendorf mit Kathrin Karban-Völkl zum Thema „ Das Leben entrümpeln“ kommen auch viele Auswärtige.

Kathrin Karban-Völkl beim Vortrag.
von Externer BeitragProfil

50 Besucher füllten den kleinen Saal des Kolpinghauses beim Vortrag der Kolpingsfamilie. Das Thema ließ aufhorchen: Es ging ums leidige Entrümpeln. Mit Kathrin Karban-Völkl aus Kemnath konnte eine Expertin für diesen Vortrag gewonnen werden, die mittlerweile bekannt ist.

Auch Gäste aus der weiteren Umgebung freuten sich auf einen interessanten Vortrag. Gleich zu Beginn lud die Rednerin alle Gäste zu einem imaginären Gang durchs eigene Haus ein, beginnend im Keller. Jeder habe dort Dinge, die eigentlich längst nicht mehr da sein dürften. Ob überquellender Kleiderschrank oder das alte Büfett mit dem Eingemachten der vergangenen zehn Jahre - vor nichts machte sie halt, und wies die Besucher mit verblüffenden Ideen auf den Wahnsinn des Hortens alter, nicht mehr verwendeter Sachen hin.

Dabei hatte Karban-Völkl auch praktische Vorschläge parat, um der "Aufheberitis" erfolgreich beizukommen: Man stelle sich zum Beispiel in der Vorratskammer eine große Schachtel auf, in die sofort und ohne zweites Hinschauen all das wandern sollte, was man in einem lichten Moment als überflüssig erkannt hat.

Dabei sei vor allem wichtig, die Teile kein zweites Mal in die Hand zu nehmen, da diese die Angewohnheit hätten, mit ihren Besitzern zu "sprechen", um sie davon zu überzeugen, dass sie doch unentbehrlich seien, und es nicht verdient hätten, weggeräumt zu werden. Aus genau diesem Grund müsse besagte "große Schachtel" auch unbedingt einen Deckel besitzen, damit man nicht in Versuchung gerate, wieder etwas herauszunehmen. Sobald die Schachtel voll sei, sollte diese umgehend entsorgt oder in einem AWO-Laden oder einer ähnlichen Einrichtung abgegeben werden.

Selbstredend sollte man auch beim Abgeben nicht mehr in die Schachtel blicken, um den Erfolg nicht zu gefährden. Derartig rigides Vorgehen aber führe mittelfristig zum Erfolg, und mit dem leerer werdenden Keller werde auch das Alltagsleben leichter. Von dieser Leichtigkeit profitiere man in vielerlei Hinsicht, ermunterte Karban-Völkl die Gäste. Sie schaffte es, durch so manch ironische Spitze und überraschende Aussagen das Publikum durchwegs zu begeistern.

Mit dem "Entrümpeln der Seele" ging es weiter. Als Christen seien wir gerufen, auch unser Innenleben von Zeit zu Zeit freizumachen von den Belastungen der Vergangenheit. Entscheidend sei dafür das Leben im Hier und Jetzt. Mit einem Lied von guten Wünschen, das die Rednerin selbst auf der Gitarre begleitete, wurden die Gäste noch einmal auf einfühlsame Weise zum Nachdenken über die Tatsache angeregt, dass ja Entrümpeln auch eine spirituelle Dimension hat, und damit wirklich wichtig ist für ein gelingendes Leben.

"Befreien Sie sich von Dingen, die Sie mehr belasten als erfreuen, die Sie im alten Trott festhalten möchten, und genießen Sie ein befreites Leben!"

Mit dieser Ermunterung zum aktiven Entrümpeln endete ein amüsanter, kurzweiliger Vortrag, der sicher den einen oder anderen mit neuem Mut zum Ausmisten nach Hause gehen ließ.

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