Mit geschmückten Erntekörbchen bepackt, zogen Buben und Mädchen mit Pfarrer Martin Besold in die Kirche ein. "Gott meint es gut mit uns", stellte der Geistliche mit Blick auf den reichgeschmückten Erntedankaltar fest. "Darüber müssen wir uns Gedanken machen und dafür dankbar sein." In seiner Predigt ging er auf die "Immer-mehr-Mentalität" ein. "Was das Leben reich macht, ist eben nicht das Immer-mehr", stellte er fest. Dies sei die Maxime in einer profitorientierten Gesellschaft. "Jesus zeigt uns im Evangelium auf, dass dadurch kein erfülltes Leben gefunden werden kann."
Was das Leben wirklich ausmache, sei die Mitmenschlichkeit. Dazu zähle auch die Sorge um die Welt. Den Gläubigen brachte der Pfarrer dabei die Bibelerzählung der zwei Brüder auf dem Berg Morija näher, die sich gegenseitig mit Erntegaben beschenkten. Beide zeigten gegenseitige Sorge, Rücksichtnahme und Wertschätzung. "Nur so gelingt Leben." "Die Einflüsterer aus der Werbung und den sozialen Medien liegen falsch, wenn sie uns ,Immer mehr' und ,Nur ich' einreden", betonte Besold. "Gegenseitige Rücksichtnahme und Wertschätzung machen das Leben reich, auch vor Gott." Zum Abschluss des Gottesdienstes segnete der Pfarrer die Erntegaben sowie das Obst und Gemüse in den Körbchen der Kinder, die es anschließend mit nach Hause nehmen durften. Dank sagte er dem Organisten Holger Popp sowie Gemeindereferentin Roswitha Heining für die Gestaltung.













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