23.02.2021 - 16:45 Uhr
ErbendorfOberpfalz

Friedhofsengel kehrt auf Friedhof Erbendorf zurück

Er zählte zu den Wahrzeichen des Friedhofs. Die Rede ist vom Friedhofsengel der Familie Braun. Nach fast 40 Jahren kehrt er im neuen Glanze zurück. Jürgen und Rosa-Maria Braun ließen ihn auf ihrem Familiengrab wieder aufstellen.

In neuem Glanz erstrahlt der Grabengel der Familie Braun, vormals Lehner, wieder am Erbendorfer Friedhof.
von Jochen NeumannProfil

Der Friedhofsengel ist eng mit den Familien Lehner und Braun verbunden. Denn bis in die 1980er Jahre befanden sich zwei Familiengräber der Familie Lehner in der zweiten Reihe am Haupteingang des Friedhofes (Grab Nr. 1 und Grab Nr. 4) und ein weiteres, das sogenannte Priestergrab, im Mittelgang.

Das Grab Nr. 4 war für die Familie von Theodor Lehner im Jahr 1907 angelegt worden. Er war der ehemalige Besitzer des Abspanns und spätere Posthalter zu Erbendorf, Sohn des Johann Lorenz Lehner. Grab Nr. 1 wurde bereits im Jahre 1897 nach dem Tode des Landtags- und Reichstagsabgeordneten anstelle des ehemaligen Familiengrabes errichtet.

Der Sockel des Grabes wurde aus heimischem Granit gefertigt, der zwischen Thumsenreuth und Friedenfels abgebaut wurde. Auf dem Sockel erhebt sich eine Stehle aus dunklem schwedischem Granit. Den Abschluss bildete eine Engelstatue, die nach dem Entwurf des Bildhauers Raimund Liebhaber von einer Tochterfirma des Konzerns WMF in Geislingen an der Steige gefertigt wurde.

Wie Jürgen Braun ausführt, sei Anfang der 1980er Jahre von den beteiligten Familien der Beschluss gefasst worden, das Grab mit dem Engel aufzulösen. „Denn die Figur war im Laufe der Jahrzehnte durch Witterungseinflüsse erheblich beschädigt worden und hätte daher einer Restaurierung unterzogen werden müssen.“ Das Grab wurde aufgelöst und der Engel abgebaut.

„Vielen Bürgern Erbendorfs ist das signifikante Grabmal bis heute in Erinnerung geblieben“, so Braun weiter. Nach dem Tode von Hedwig Braun (geborene Lehner) im Jahre 2017, entschloss sich die Familie, den Engel wieder aufzustellen.

„Nach der Genehmigung des Antrages durch die Friedhofsverwaltung wurde unverzüglich mit dem Vorhaben begonnen“, erklärt Braun. Die Steinmetzarbeiten übernahm das Granitwerk Zwack und Neugirg aus Thumsenreuth, mit der Wiederherstellung des Engels wurde die Kunstgießerei Otto Strehle in Winhöring beauftragt und die Firma Wenning Metall übernahm weitere Metallarbeiten.

„Gemeinsames Ziel war es, das Grabmal zu Allerheiligen im letzten Jahr wieder auf dem Friedhof zu errichten, was auch erfolgreich gelang und damit ist ein Grabdenkmal nach über 40 Jahren an seinen Ursprungsort zurückgekehrt, was sicherlich nicht häufig vorkommt“, freut sich Jürgen Braun.

Der Friedhof in Wiesau hat eine lange Geschichte

Wiesau

„Im Namen der Familie möchte ich allen beteiligten Firmen einen großen Dank aussprechen“, sagt Jürgen Braun. „Es wurde eine absolut professionelle und vorzügliche Arbeit ausgeführt.“ Sein Dank gilt an dieser Stelle auch der Stadt Erbendorf, insbesondere Bauhofvorarbeiter Josef Liedl und den an der Aufstellung beteiligten Freunden.

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