03.04.2020 - 10:56 Uhr
ErbendorfOberpfalz

Glocken läuten zum Gebet

Keine Gottesdienste, kein gemeinsames Beten. Um dennoch ein wenig „Gemeinschaftsgefühl“ beim Beten zu Hause aufkommen zu lassen, läuten ab Samstag täglich die Glocken beider Erbendorfer Kirchen um 19.30 Uhr zum Gebet.

Ab Samstag läuten täglich um 19.30 Uhr die Glocken der Martin-Luther-Kirche (links) und der Pfarrkirche Mariä-Himmelfahrt (rechts) zum Gebet.
von Jochen NeumannProfil
Ab Samstag läuten täglich um 19.30 Uhr die Glocken der Martin-Luther-Kirche (links) und der Pfarrkirche Mariä-Himmelfahrt (rechts) zum Gebet.

Bis nach Ostern wird es wegen der Corona-Pandemie keine Gottesdienste geben. In der Steinwaldstadt laden die evangelische Kirchengemeinde und die katholische Pfarrei zum täglichen Gebet zu Hause ein. Dazu läuten ab diesem Samstag um 19.30 Uhr die Glocken der Martin-Luther- und der Mariä-Himmelfahrts-Kirche.

"Wir laden ein, in dieser schweren Zeit für alle Menschen, die vom Coronavirus in irgendeiner Weise betroffen sind, zu beten", sagen die Pfarrer Christoph Zeh und Martin Besold. Tipps zum Gebet: "Gut ist es, sich zu Hause einen Platz herzurichten und eine Kerze zu anzuzünden", sagt Zeh. "Dann beten Sie ein Vater unser, woran sich noch andere Gebete, zum Beispiel der Rosenkranz, oder auch Gespräche miteinander anschließen können", ergänzt Besold.

Es biete sich auch ein geistlicher Tagesrückblick. "Jeder kann liebevoll auf seinen Tag schauen und ihn Gott anvertrauen." Sie geben ein Gebet auf den Weg: "Gott, du bist da. Du kennst mich und rufst mich mit meinem Namen. Ich bitte dich, mir zu helfen, diesen Tag in deinem Licht anzuschauen. Lass mich auch erkennen, wo Du mir heute begegnet bist und die Momente, an denen Du mir etwas sagen wolltest. Herr, nimm diesen Tag zurück in Deine Hände. Schenke mir einen guten Schlaf, damit ich morgen mit ganzer Kraft den neuen Tag aufnehme."

Die Pfarrer hoffen, dass der Glockenklang alle Beter erinnert, dass sie miteinander verbunden sind. "Auch in einer Zeit, in der wir uns nicht körperlich nahe sein können, dürfen wir und im Gebet zu Gott vereint wissen."

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