24.10.2021 - 12:51 Uhr
ErbendorfOberpfalz

Hundekot auf Spielplätzen: Bürgermeister appelliert an Vernunft der Bürger

Die Stadträte in Erbendorf stimmten in der jüngsten Sitzung zu, Verluste der Stadtwerke aus dem Jahr 2015 auszugleichen. Josef Schmidt von den Grünen, fragte nach einem Antrag auf Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED.

Immer wieder gibt es Hundekot auf Spielplätzen in Erbendorf. Warnschilder deswegen seien schon in Arbeit.
von Lucia Brunner Kontakt Profil

Die Stadträte beschlossen den Verlust der Stadtwerke Erbendorf im Wirtschaftsjahr 2015 in Höhe von 305.123,02 Euro durch eine Abbuchung aus Rücklagen der Stadt auszugleichen. Laut Kämmerer Markus Knodt handle es sich hier um ein "gleiches Vorgehen wie immer". Spätestens nach fünf Jahren müsse der Verlust beglichen werden. Alternativ hätten die Verluste auch durch Haushaltmittel der Stadt Erbendorf ausgeglichen werden können. "Dies ist jedoch auf Grund der Haushaltslage und der Konsolidierung aktuell nicht vorgesehen", erläuterte Reger. "Eine Verrechnung ist sinnvoll", betonte auch Knodt. Da am 31. Dezember 2020 Rücklagen von 3,6 Millionen vorhanden waren, könne der Verlust ausgeglichen werden.

Evaluierung ILE Steinwald-Allianz

Weiterhin ging es um die Fortführung und Evaluierung der Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE) der Steinwald-Allianz. "17 Kommunen arbeiten sehr eng zusammen. Wir wollen auch künftige Vorgehen planen", erklärte Bürgermeister und Steinwald-Allianz-Vorsitzender Johannes Reger. Ziel sei es, ein neues Konzept zur Integrierten Ländlichen Entwicklung zu erarbeiten sowie weitere Handlungsfelder, Schwerpunkte und Projekte auszuloten. CSU-Fraktionssprecher Dominik Vollath: "Es gibt laufend veränderte Rahmenbedingungen und neue Pläne. Wir als Stadt stehen hier in einer besonderen Verantwortung, da der ehemalige Bürgermeister Hans Donko die Steinwald-Allianz aufgebaut hat und hier die Geschäftsstelle steht."

Auch Bernhard Reis, Fraktionssprecher der SPD, sprach seinen Dank gegenüber dem Vorsitzenden für die Arbeit der Steinwald-Allianz aus. "Wir freuen uns über diese Gemeinschaft." Rolf Hanauer von den Freien Wählern wünschte sich mehr Hintergrundinformationen. "Neue Rahmenbedingungen bedeuten auch einen neuen Kostenrahmen für die Gemeinde", sagte er. Reger: "Als Stadt gibt es einen jährlichen Beitrag, der wiederum von den Projekten abhängt." Eine allgemeine Aussage zu den Kosten sei daher nicht möglich. "Wir ziehen so Fördergelder über das Amt für Ländliche Entwicklung an Land. Wenn das nicht wäre, wäre viel nicht möglich", erklärte Reger. Das Gremium befürwortete die Fortführung der ILE der Steinwald-Allianz.

Einsparung für LED zu gering

Unter dem Punkt Anfragen erklärte Stadtrat Rolf Hanauer (Freie Wähler), dass immer wieder Hundekot im Bereich von Spielplätzen gefunden werde. "Eltern schildern mir immer wieder den Fall", sagte er. Er bat darum, entsprechende Warnschilder aufzustellen. Der Bürgermeister erklärte hierzu, dass eine Beschilderung bereits in Arbeit sei. Nicht nur Hundekot sei ein Problem, sondern auch Scherben im Sand. Das bedeute viel Arbeit für den Bauhof. Reger appellierte hier an die Bürger, "Sauberkeit und Verstand walten zu lassen".

In Bezug auf den Friedhof merkte Anton Hauer (SPD) an, dass Abfallbehälter besonders in der Zeit vor Allerheiligen an den Wochenenden recht voll seien. "Wäre es nicht möglich, vier Wochen vor Allerheiligen ein größeres Behältnis aufzustellen?" Das würde auch ein schöneres Gesamtbild schaffen. Reger merkte an, dass bereits genügend Behälter für Grünabfälle und Plastikmüll vorhanden seien. Er schlug vor, ein Hinweisschild aufzustellen, diese zu benutzen.

Josef Schmidt (Bündnis 90/Grüne) fragte für den Ortsverband nach, was mit dem Antrag auf Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED sei. "Wir haben darum geben, diesen Antrag in der Stadtratssitzung zu besprechen." In dem Antrag wurde unter anderem die Stadtverwaltung beziehungsweise die Stadtwerke gebeten zu prüfen, ob und in welchem Zeitrahmen eine solche Umstellung zu bewerkstelligen sei, wie hoch die Kosten dafür wären, wie viel sich an Energie durch die Beleuchtung sparen ließe und wann sich die Kosten amortisieren würden. Reger erinnerte Schmidt daran, dass das Thema bereits im Werkausschuss behandelt wurde. "Aktuell bekommen wir dafür keine Förderung", teilt er mit. Auch weil die Einsparung zu gering sei. Reger wies darauf hin, dass im Stadtgebiet Muster-LED-Lampen eingesetzt werden und auch defekte Lampen durch LED ersetzt würden. Im Sportzentrum sei eine Flutlichtanlage mit Förderhilfe geplant.

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