"25 oder 40 Jahre sind im Feuerwehrdienst eine lange Zeit", stellte Bürgermeister Hans Donko fest. In der Erinnerung daran bleiben nach seinen Worten sowohl Freude, aber auch im Hinblick auf die Einsätze oft eine gewisse Nachdenklichkeit. "Den wichtigen Feuerwehrdienst üben Sie alle ehrenamtlich aus. Dafür gilt Ihnen heute von Herzen ein Vergelt's Gott."
"Sie leisten eine wertvolle Arbeit für die Gemeinschaft", sagte Donko. Neben der eigentlichen Aufgabe der Wehren trügen sie auch zur Kultur bei. "Fast kein Fest, wo nicht die Feuerwehr mit im Spiel ist", wusste der Bürgermeister. Sei es als Veranstalter oder als Sicherheitswache. Er erinnerte an das 150-jährige Gründungsfest der Erbendorfer Feuerwehr 2014 und an zahlreiche Großveranstaltungen, wie die Bayern-3-Party.
"Die Ortsfeuerwehren sind ein Rückgrat der Stadt", betonte Donko. Das Feuerwehrwesen sei eine Pflichtaufgabe der Stadt, die ehrenamtlich von den Feuerwehrmännern und -frauen ausgeführt werde. "Denn Investitionen in Fahrzeuge und Ausstattung wären sinnlos, wenn keine Mannschaft dahintersteht." Mit den Worten "in dieser Feierstunde gebührt Ihnen ein großer Dank der Stadt und auch von mir persönlich für ihren ehrenamtlichen Dienst" zollte das Stadtoberhaupt den Geehrten Anerkennung und Respekt. "Geben Sie Ihr Wissen auch an den jugendlichen Nachwuchs weiter und seien Sie ihnen ein Vorbild."
Landrat Wolfgang Lippert hob hervor, dass eine Auszeichnung für eine langjährige Dienstzeit bei der Feuerwehr mehr sei als bei einem Verein. "Deshalb hat sich der Landkreis entschlossen, den Geehrten zu ihrem Jubiläum auch die Goldene Ehrenamtskarte zu überreichen." Damit haben sie Vergünstigungen in Landkreiseinrichtungen und auch bayernweit. "Die Goldene Ehrenamtskarte ist ein Zeichen für dieses besondere Ehrenamt, das sie ausüben."
Lippert stellte fest, dass sich der Feuerwehrdienst in den vergangenen Jahren gewaltig verändert habe. "Bereits 60 Prozent der Einsätze entfallen auf die Technische Hilfeleistung und nur noch 13 Prozent auf Brandeinsätze." Diese Verlagerung erfordere das entsprechende Equipment. "Allgemein ist zu sagen, dass die Kommunen im Landkreis den Feuerwehren positiv gegenüberstehen."
"In der Feuerwehr ist es anders als in einem Verein", betonte der Landrat. "Denn hier werden sie von einer auf die andere Minute gerufen, wenn Bedarf ist." Dabei wirken die Erlebnisse der Einsätze nach. "Deswegen ist der Dienst in der Feuerwehr ein besonderer Dienst", so Lippert. "Sie haben die Bereitschaft, diese Strapazen auf sich zu nehmen."
Aufgrund des technischen Fortschritts sei auch die Fort- und Weiterbildung wichtig. Die Geehrten forderte er auf, sich der Jugend anzunehmen. "Für die Zukunft wünsche ich Ihnen wenig Einsätze, gesund wieder nach Hause zu kommen und von Gaffern verschont zu werden. Denn Gaffer und Leute, die die Feuerwehrmänner bei Einsätzen anpöbeln, sind verabscheuungswürdig, das ist ein No-Go."
"Einzig geblieben ist die Farbe Rot für die Feuerwehrfahrzeuge." Mit diesen Worten ging auch Kreisbrandrat Andreas Wührl auf den Wandel in der Feuerwehr ein. Die Kameraden forderte er auf, ihr Wissen an die Jugend weiterzugeben. Die einzelnen Wehren bat er, entsprechend die Jugendlichen auf Ausbildungskurse zu entsenden. "An den Feuerwehrschulen stehen uns derzeit knapp 130 Plätze zur Verfügung", wusste Wührl.
Verbunden ist die Ehrung der Feuerwehrkameraden für 40-jährige Dienstzeit mit einem Aufenthalt im Feuerwehrerholungsheim in Bayerisch Gmain. "Hier ist die Stadt Erbendorf gegenüber ihren Geehrten sehr anerkennenswert", stellte der Kreisbrandrat fest. "Denn die Stadt übernimmt die Kosten für eine Begleitperson."
25 Jahre aktiver Feuerwehrdienst: Erbendorf: Jörg Gerolstein, Christian Schraml, Tobias Bollmann; Grötschenreuth: Daniel Affolter, Reinhold Fenzl; Wildenreuth: Daniel Hackl, Markus Häupler, Harald Hör, Rainer Klier, Tobias Krauß, Martin Rosenschon, Mario Strauß, Anita Frieser; Wetzldorf: Christof Dumler, Werner Schraml, Klaus Vollath.
40 Jahre aktive Dienstzeit: Erbendorf: Gerhard Mautner; Grötschenreuth: Klaus Hanauer, Gerhard Hecht, Gerhard Schmid, Wilhelm Schraml, Werner Schubert, Johann Stangl; Wildenreuth: Karlheinz Hein, Thomas Simmerl; Wetzldorf: Richard Plannerer.













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