12.02.2019 - 18:55 Uhr
ErbendorfOberpfalz

Kliniken AG denkt an Neubau

Das Zukunftskonzept 2020 der Kliniken Nordoberpfalz AG schließt das Krankenhaus Kemnath und die Steinwaldklinik Erbendorf ein. Solchen Änderungen wie in Waldsassen wird es nicht geben, dafür steht statt einer Sanierung ein Neubau im Raum.

Sanierung oder doch Neubau der Steinwaldklinik Erbendorf? Der Kliniken Nordoberpfalz AG erscheint die zweite Variante mittlerweile wirtschaftlich sinnvoller. Wann es jedoch dazu kommt, hängt laut Pressesprecher Michael Reindl von der künftigen „fachärztlichen Besetzung“ ab.
Im Kemnather Krankenhaus sind bereits Maßnahmen des Zukunftskonzeptes 2020 realisiert worden. Wie bei anderen Einrichtungen der Kliniken AG auch, wird es auch hier zu weiteren Optimierungen kommen.

Grundsätzlich gehe es beim Zukunftskonzept 2020 der Kliniken Nordoberpfalz AG um ein Maßnahmenpaket, erklärt Michael Reindl. Ziele seien der Erhalt der flächendeckenden Grundversorgung und eines hochwertigen Versorgungsangebots sowie die Verbesserung der Wirtschaftsfähigkeit. Das Konzept fuße auf vier Handlungsfeldern (Organisation und Prozesse in den Einrichtungen, Entwicklung von Mitarbeitern und Führungskräften, Kosteneinsparung und Erlösoptimierung sowie strukturelle Veränderungen), erläutert der Pressesprecher. Betriebsbedingte Kündigungen schließt das Papier aus.

Zu Veränderungen in baulicher Hinsicht wird es in Erbendorf kommen. Kliniken-Vorstand Josef Götz hatte vor eineinhalb Jahren im Tirschenreuther Kreistag die Sanierung der Steinwaldklinik für 2019 angekündigt. Wie Reindl dazu erklärt, sei hier "grundsätzlich der Sanierungsbedarf gegeben". Eine Untersuchung habe gezeigt, dass ein Neubau allerdings "wirtschaftlich sinnvoller" wäre. Auch sei der Betrieb während der Sanierungsarbeiten schwierig.

Die Kosten für einen Neubau beziffert er auf einen niedrigen achtstelligen Betrag. Momentan liefen zwar die baulichen Planungen, die "laufend weiterentwickelt werden", wann sie zur Umsetzung kommen, lässt Reindl jedoch noch offen. Der Knackpunkt sei die fachärztliche Besetzung der Geriatrie mit rund 70 Vollbeschäftigten. Angesichts ihres Alters von über 60 Jahren werde Dr. Irina Kern wohl in 15 Jahren nicht mehr Chefärztin sein. Daher sei an eine Realisierung erst zu denken, wenn die "Personalsituation zukunftsfähig gesichert ist".

Hier lesen Sie mehr zu den geplanten Veränderungen am Krankenhaus Waldsassen

Waldsassen

Am Kemnather Krankenhaus seien Maßnahmen des Konzepts "bereits weitgehend realisiert". Dazu zählt Reindl nach dem Ausscheiden von Dr. Ludwig Hofmann auch die rasche Neubesetzung des Chefarztpostens der Chirurgie mit Dr. Florian Höhler vor einem Jahr. Das Haus mit rund 130 Vollbeschäftigten weise "eine hervorragende Auslastung" auf.

Im Zuge des Konzepts werden weiterhin unter anderem Optimierungen und Prozessüberprüfungen vorgenommen, "das gilt aber für alle Häuser".

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.