30.03.2020 - 11:37 Uhr
ErbendorfOberpfalz

Konsequent in eine Richtung

Um das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus möglichst gering zu halten, haben sich die Ehrenamtlichen der BRK-Bereitschaft Erbendorf einiges umgestellt. Die Stadthalle wird zur Einbahnstraße.

Der Eingang zur Blutspende ist diesmal durch den Notausgang an der Bühne Richtung Stadtpark. Von dort aus geht es immer nur in eine Richtung weiter. Sven Lehner, BRK Bereitschaftsleiter, weist den Weg.
von Redaktion ONETZProfil
Trennwände und Absperrbänder weisen den Weg durch die Stadthalle. Am Boden befinden sich schwarz-gelbe Markierungen. Diese zeigen hier den einzuhaltenden Abstand von 2 Metern an, im weiteren Verlauf verschiedene Wartepunkte.

Regelmäßige Blutspender werden eine völlig neue Situation bei der heutigen Blutspende in der Stadthalle Erbendorf vorfinden. Der Notausgang neben der Bühne hin zum Stadtpark wurde kurzerhand zum Eingang umgewandelt, durch einen Nebenausgang im Untergeschoss gelangen die Freiwilligen nach der Blutspende wieder nach draußen. Abstand halten und große Wartebereiche sind das Gebot der Stunde.

Im großen Saal der Stadthalle ist ein "Schlangenliniensystem" aufgebaut. Bodenmarkierungen zeigen den geforderten Abstand von 2 Metern an. direkt nach dem Behelfseingang wird zunächst Temperatur gemessen, anschließend müssen Blutspenderinnen ihre Hände desinfizieren. "Desinfektionsmittel stellt der Blutspendedienst zu Verfügung", erklärt BRK-Bereitschaftsleiter Sven Lehner bei einem Rundgang am Sonntagnachmittag.

Eigenen Kugelschreiber mitbringen

Die Registrierung wird im abgetrennten Bereich des oberen Saals erfolgen, in dem auch die Selbstauskunftsbögen ausgefüllt werden. "Bitte bringen Sie ihren eigenen Kugelschreiber mit schwarzer Tinte mit", bat Lehner, damit die Kugelschreiber nicht durch alle Hände gereicht werden müssen.

Im Treppenhaus werden die erforderlichen Labortests gemacht, im Untergeschoss warten die Ärzte zur Untersuchung. "Die Blutentnahme selbst ist wie gewohnt im kleinen Saal", erklärte Lehner. "Nur stehen die Liegen deutlich weiter auseinander als sonst."

Lunchpaket zum Mitnehmen

Nach der Spende führt der Einbahnstraßenweg durch den hinteren Teil des unteren Saales zu einem Nebenausgang. "Hier wird ein Lunchpaket ausgegeben und die Spender gehen dann nach Hause." Lediglich Erstpender sollen in einem kleinen Wartebreich für weitere 20 Minuten verbleiben. "Hier sollen sich höchstens vier Personen aufhalten", sagte Lehner, "darauf werden unsere Mitarbeiter auch achten." Zudem seien die Ehrenamtlichen und die Mitarbeiter des Blutspendedienstes mit Schutzmasken ausgestattet. "Sie müssen keine Angst haben, das dient vor allem zum Schutz der Spender", erkläutert der Bereitschaftsleiter.

Laut Lehner ist jeder, der sich nicht in einem Risikogebiet aufgehalten oder direkten Kontakt zu einem nachweislich nCoV-Infizierten hatte, grundsätzlich spendefähig. "Bitte nehmen Sie den Termin wahr, denn Blutkonserven werden auch währen der aktuellen Situation benötigt", erklärte der Bereitschftsleiter. Beginn ist heute um 15:30 Uhr, bis 20 Uhr kann Blut gespendet werden.

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