05.08.2020 - 10:55 Uhr
ErbendorfOberpfalz

Kreisjugendring statt Jugendrat

Der Kreisjugendring Tirschenreuth plant 30.000 Euro an Zuschüssen für Vereine ein. Bei der Vollversammlung äußert sich auch Landrat Roland Grillmeier zu einem möglichen Jugendrat auf Landkreisebene.

T1-Leiter Philipp Reich: "Es ist wichtig, dass die Digitalisierung noch stärker in die Schulen einkehrt."
von Holger Stiegler (STG)Profil

Die Vollversammlung des Kreisjugendrings (KJR) hat in Erbendorf den Haushalt für das laufende Jahr beschlossen. Vorgestellt hatte das Zahlenwerk stellvertretender Vorsitzender Andreas Malzer. Demnach wird der Haushaltsplan 2020 für den KJR Tirschenreuth in den Einnahmen und den Ausgaben auf 147.350 Euro festgesetzt.

Der Haushaltsansatz für Zuschüsse an Jugendgruppen und –verbände beträgt 30.000 Euro – diese Mittel sind zweckgebunden, sie dürfen nur für die Weitergabe an Jugendgruppen und –verbände gemäß der Richtlinien verwendet werden. Die Einnahmen und Ausgaben des Jugendmedienzentrums T1 sind mit 26.800 Euro angesetzt. Für Präventionsprojekte und jugendpolitische Aktivitäten wurden Ausgaben von 7.050 Euro eingeplant.

Aktivitäten zurückgefahren

Landrat Roland Grillmeier betonte, dass die Corona-Zeit gerade auch die Kinder und Jugendlichen schlimm getroffen habe – die Aktivitäten seien genauso zurückgefahren worden wie die Treffen mit Freunden. Grillmeier versprach, dass der Landkreis stets der Partner des Kreisjugendrings bleibe. „Wir brauchen auch keinen Jugendrat auf Landkreisebene, wir haben den Kreisjugendring“, stellte der Landrat fest.

Der Kreisjugendring Tirschenreuth kämpft mit den Folgen der Coronakrise

Erbendorf

Oberstes Nahziel müsse sein, dass man auch in der Jugendarbeit wieder in die „Normalität“ zurückkehren könne. „Wie lange das noch dauert, kann niemand sagen“, so Grillmeier. Er plädierte dafür, die Arbeit des „Juwels“ T1 noch präsenter zu machen.

Digitale Schnitzeljagd

Einen kurzen Jahresbericht für das Grenzüberschreitende Jugendmedienzentrum T1 lieferte dessen Leiter Philipp Reich. Den Delegierten war im Vorfeld auch der ausführliche Jahresbericht zugegangen. Reich hob besonders die Bedeutung der Medienkompetenz hervor. „Es ist wichtig, dass die Digitalisierung noch stärker in die Schulen einkehrt“, betonte Reich auch unter dem Gesichtspunkt der Corona-Situation. Er stelle schon fest, dass der Bedarf größer als die Nachfrage sei.

Mit Blick auf das Jahr 2019 berichtete der Leiter von vielfältiger Projektarbeit, besonders wichtig seien die deutsch-tschechischen Kooperationsveranstaltungen gewesen. Werbung machte Reich für die vom T1 neu entwickelten digitalen Schnitzeljagden („Actionbounds“) für Tirschenreuth, Waldsassen und Kemnath. Dafür gebe es eine kostenfreie App fürs Smartphone. „Auf dieser Schnitzeljagd kann man die jeweilige Stadt aus ganz anderer Perspektive kennenlernen“, versprach Reich.

Kreisjugendring-Vorsitzender Jürgen Preisinger informierte, dass das Vertretungsrecht der Jugendorganisation DLRG KV Stiftland weggefallen sei. Diese habe ab Januar 2020 die Jugendarbeit eingestellt.

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